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Mehr LKW-Maut soll Güterverkehr auf die Schiene bringen

Politik & Verbände

Neue Debatte über LKW-Maut

Berlin. Die Debatte über eine Ausweitung der LKW-Maut auf allen Straßen bekommt neue Nahrung. Der Präsident des Umweltbundesamts, Jochen Flasbarth, regte nicht nur eine Ausdehnung auf das gesamte Straßennetz an, sondern auch eine Maut für Nutzfahrzeuge ab 3,5 Tonnen. Unterstützung bekam er vom Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne. Flasbarth sagte in einem Interview, eine solche neue Mautgrundlage dürfe nicht länger ein Tabu sein. Deutschland könne seine Klimaziele nur erreichen, wenn der Verkehr pro Jahr 40 Millionen Tonnen CO2 weniger ausstößt.

Für Kühne könnte eine solche Mautneuregelung dazu beitragen, mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. „Die verstopften Straßen sind ein allgemeines Ärgernis. Deshalb wäre ich kein Gegner allmählich ansteigender Mautgebühren“, sagte Kühne dem „Weserkurier“. Zugleich forderte der Unternehmer Bahnchef Rüdiger Grube auf, die Logistiksparte Schenker zu verkaufen und den Erlös in die Verbesserung des Schienennetzes zu investieren, statt „Container zwischen Japan und Alaska zu befördern“. (jök)

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

13. März 2010 15:09
HP meint:
Wie ich in der Vergangenheit zum Thema schon mehrmals argumentiert habe:

Trotz evtl. erhöhter Maut...........
....kommt die Bahn nicht zur Tankstelle
....kommt die Bahn nicht zum Einzelhandel
....kommt die Bahn nicht zur Baugrube
....wohin kommt die Bahn eigentlich noch?

Diese mittlerweile total abgehobenen und weltfremden "Logistik-Manager" sollten sich mal überlegen, wer den Karren eigentlich zieht........


09. März 2010 11:38
Jochen Elter meint:
Herr Kühne, als Großunternehmer, hat es leicht über eine Mauterhöung zu reden und angeblich dem Umwelltschutz zu dienen.
Wer glaubt es.
Die kleinen am Existenz minimum stehenden Unternehmen, die auf Grund der wirtschaftlichen Lage,der hohen Selbstkosten und Steigenden Dieselpreisen, bald aufgeben müssen, darin sehe ich den eigentlichen Sinn, des so plötzlichen Sinneswandel von Herrn Kühne.
Nichts anderes als weg mit den lästigen Unternehmern mit einem oder fünf Lkw Einheiten die sich noch mühsam über Wasser halten.
Weg mit den lästigen Konkurenten.
Freie Bahn für Kühne und C0.


09. März 2010 11:37
dirk kloßek meint:
durch eine Abgabe im allgemeinen, sowie einer Straßenmaut für Nutzfahrzeuge ab 3,5t im Besonderen wird sich der Co² Ausstoß nicht im geringsten verändern, genauso Gut könne man auch eine "Pupssteuer" von Landwirten einvordern, die Kühe und Rinder halten. Aber auf diese wiedersinnige Idee kommt verständlicher Weise niemand. Aber eine Straßenmaut hört sich zunächst schlüssig an und eine Erhöhung, oder eine Ausweitung auf andere Fahrzeuge lassen immer gut mit dem Umweltgedanken und der Auslastung der Schiene begründen. Aber die unpopuläre Wahreit, das man mit der Maut, ganz leicht, ganz viel Geld in die Statskasse bekommt, wird halt nicht so gerne ausgesprochen um nicht noch mehr Wähler in ander Läger zu treiben.


08. März 2010 22:19
Nahverkehrskutscher meint:
Tztztz, als ob das Transportvolumen dadurch reduziert wird. Zur Zeit verliert doch das Transportwesen Komplettladungen. Durch das Internet werden auch mehr Pakete bzw. kleinere Partien transportiert. So flexibel und terminlich, wie der LKW kann die Bahn nicht werden.

Wenn es aber wieder eine Mauterhöhung kommt, dann sollten die Speditionen zusammenarbeiten und die Erhöhungen komplett dem Versender in Rechnung stellen.

"Deutschland könne seine Klimaziele nur erreichen, wenn der Verkehr pro Jahr 40 Millionen Tonnen CO2 weniger ausstößt." Seit wann ist der Verkehr nur LKW? Man sollte lieber ein Mix aus Maut und schadstoffarme Fahrzeuge schaffen, oder vielleicht könnte man auch einen Emissionshandel für den Verkehr eröffnen ^^


08. März 2010 12:20
Erik meint:
Sicher, wir haben die schwerste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Aber gerade jetzt wäre eine Regierung von Nöten, die mit Sach- und Fachverstand regiert, klare Entscheidungen trifft und Planungssicherheit für die Unternehmen schafft. Ich muss gestehen, ich hatte nach dem Ausgang der Wahl große Hoffnungen, denn schlimmer wie rot-grün konnte es ja nicht kommen – dachte ich.
Aber was die derzeitige Regierung abliefert übertrifft meine schlimmsten Befürchtungen.
Würde man den Politikern das Land wegnehmen, sie würden es nicht merken, so sehr sind sie mit sich selber beschäftigt. Von Einigkeit und Kompetenz keine Spur.
Wie soll ein Unternehmen Entscheidungen treffen, wenn von der Regierung keine Rahmenbedingungen abgesteckt werden, auf die man sich für wenigstens 4 Jahre verlassen kann. Eine solche Entscheidung war für mich die Aussage, dass die Maut nicht angehoben wird. Aber wie nicht anders zu erwarten, war auch das nur von kurzer Dauer.
Und könnte bitte irgendjemand dem Präsident des Umweltbundesamts, Herrn Jochen Flasbarth erklären, dass eine Erhöhung oder Ausweitung der Maut kein CO2 spart oder gar die Bahn leistungsfähiger macht! Das würde nur dazu dienen, die leeren Staatskassen aufzufüllen. Herr Jochen Flasbarth sollte erkennen, dass es keine wirkliche Alternative zum LKW gib - oder aber er hat es erkannt, dann macht er sich aber mit seinem Vorhaben der Wegelagerei schuldig!

Armes Deutschland!!

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