Zoetermeer. Ein Navigationssystem für Laster, das den Fahrer bei der Routenplanung sofort mit standortbezogenen Informationen wie Gewichtsbegrenzungen für LKW, Höhenangaben von Brückendurchfahrten und anderen wichtigen Daten versorgt, wird derzeit in der niederländischen Provinz Nord-Brabant getestet. Der Versuch, der unter der wissenschaftlichen Begleitung der Technischen Universität Eindhoven sowie der IT-Tochterfirma des Verlader- und Logistik-Verbandes EVO steht, läuft bis September. Danach sollen die Erfahrungen ausgewertet werden. Zum Kreis der Initiatoren des Versuches gehört neben der EVO auch der Güterkraftverkehrs- und Logistik-Verband TLN, beide in Zotermeer bei Den Haag beheimatet. 20 Betriebe nehmen an dem jetzt angelaufenen Versuch teil. „Wir haben es dabei mit Firmen aus den unterschiedlichsten Bereichen zu tun, von KEP-Dienstleistern mit sehr vielen Stopps in den Innenstädten bis hin zu Unternehmen, deren Spezialität die Durchführung von Sondertransportes sind. Auf diese Vielfalt haben die Initiatoren größten Wert gelegt, um möglichst breit gefächerte Test-Informationen zu bekommen“, erklärte EVO-Fachreferent Ruben Willems der VerkehrsRundschau. Das Interesse an einer Versuchsteilnahme sei sogar noch viel höher gewesen, sagte Willems. Doch sollte zunächst die Anzahl begrenzt werden. Das neue Navi-System soll künftig einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit des LKW-Verkehrs leisten. „Jedes Jahr entstehen in den Niederlanden hohe Schäden zum Beispiel an Brücken, weil LKW-Fahrer die Durchfahrtshöhenbegrenzung übersehen. Zudem rollen Laster unnötig durch Innenstädte, was immer wieder für Ärger sorgt“, erläutert Willems. Die Technologie versorgt den Fahrer auch mit Hinweisen auf Umweltzonen in den Innenstädten. Auch in den Niederlanden richten immer mehr Kommunen diese Zonen ein, was auf der anderen Seite für den gewerblichen Güterkraftverkehr vor wachsende Probleme stellt. (eha)
Navigation für niederländische LKW
Fachverbände führen Versuchsprojekt mit neuem System durch