29.04.2009 |
Merkel für einheitlichen EU-Luftraum
Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will die Schaffung eines einheitlichen europäischen Luftraums vorantreiben. Die Bundesregierung werde alles daran setzen, die dafür in Deutschland nötige Grundgesetzänderung in dieser Legislaturperiode noch hinzubekommen, sagte Merkel bei einer Feier zum 30-jährigen Bestehen der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft Air Berlin am Dienstagabend in der Hauptstadt.
„Wer es mit dem Klimaschutz ernst meint, der muss erstmal die Flugrouten so bestimmen, dass sie möglichst zügig und geradlinig sind und sich nicht nach irgendwelchen Zuständigkeiten richten.“ Die Kanzlerin betonte, dass es bei einer Einbeziehung des Luftverkehrs in den Emissionshandel keine Wettbewerbsnachteile geben dürfe. „Wenn Emissionshandel, dann für alle Fluggesellschaften und nicht nur für die innereuropäischen.“
Merkel und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) erinnerten daran, wie die 1978 als US-Unternehmen gegründete Fluggesellschaft das damalige West-Berlin mit Europa verbunden habe. „Berlin ist stolz auf Air Berlin“, sagte Wowereit. Anlass der Jubiläumsfeier war der Jahrestag des ersten Fluges einer Maschine von Berlin-Tegel nach Palma de Mallorca am 28. April 1979. Vorstandschef Joachim Hunold betonte, dass sich das Unternehmen mit einem Sparkurs gegen die Wirtschaftskrise gewappnet habe. „Uns wirft so schnell nichts um.“
Zu der Gala in einem Berliner Hotel waren 500 Gäste und rund 2000 Beschäftigte geladen. Zu den Besuchern gehörten unter anderem TUI- Chef Michael Frenzel, der scheidende Bahnchef Hartmut Mehdorn, der Ex-Rennfahrer und Air-Berlin-Geschäftspartner Niki Lauda sowie weitere Prominente. (dpa)
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