Mercedes-Manager erwartet Rückgang des LKW-Markts

03.04.2009 08:31 Uhr
ddp
Daimler-Produktion in Ludwigsfelde
© Foto: ddp

Die Lastwagenhersteller müssen sich in diesem Jahr auf einen 30-bis 50-prozentigen Rückgang des Marktes in West- und Osteuropa einstellen

Wörth. Die Lastwagenhersteller müssen sich nach Ansicht des Mercedes-Managers Hubertus Troska in diesem Jahr auf einen 30-bis 50-prozentigen Rückgang des Marktes in West- und Osteuropa einstellen. „Der Auftragseingang geht für alle Hersteller zurück, ebenfalls für uns“, sagte der Leiter Mercedes Benz-Lkw am gestrigen Donnerstagabend im LKW-Werk im pfälzischen Wörth. Genaue Zahlen nannte er nicht. In Deutschland sei der Markt in den ersten beiden Monaten dieses Jahres um 35 Prozent zurückgegangen. „Ich prognostiziere mal: Das zweite Quartal wird noch schwächer“, sagte Troska. Hoffnung setze das Unternehmen auf die Wirkung der staatlichen Konjunkturprogramme. Einen 30- bis 50-prozentigen Marktrückgang könne das Unternehmen bewältigen. Aber dies werde besondere Anstrengungen erfordern, „darauf stellen wir uns gerade ein“, sagte Troska. Rein theoretisch spreche nichts dagegen, „dass wir auch das gesamte nächste Jahr Kurzarbeit machen müssen“. Daneben gebe es noch weitere Flexibilisierungsinstrumente. „Aber sicher muss man sagen: Wenn diese Krise deutlich über 2009 hinweg anhält, werden wir zusätzliche Maßnahmen generieren müssen, und wir müssen uns jetzt schon drauf einstellen.“ Auf die Frage, um welche Maßnahmen es sich handeln könnte, sagte er: „Alle möglichen.“ Betriebsrat und Unternehmensleitung des Autokonzerns Daimler verhandeln seit Donnerstag über das von der Unternehmensleitung geforderte Milliarden-Sparpaket. Daimler-Chef Dieter Zetsche will mit einem Bündel von Maßnahmen bei den Personalkosten in diesem Jahr zwei Milliarden Euro sparen. Der Beschäftigungssicherungsvertrag steht laut Daimler nicht zur Disposition. Bisher sind bis Ende 2011 betriebsbedingte Kündigungen bei dem Autobauer ausgeschlossen. Im weltgrößten LKW-Werk in Wörth gilt von Mai an Kurzarbeit. (dpa/ak)

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