18.05.2009 | Transport + Logistik

Medienbericht: EU fordert strenge CO2-Grenzwerte für Transporter

Stuttgart/Brüssel. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas will einem Medienbericht zufolge in wenigen Tagen einen Vorschlag für die Beschränkung des Kohlendioxid-Ausstoßes von Transportern vorlegen. Die CO2-Vorgaben sollen sich an den Zielen für PKW orientieren, berichtet die „Automobilwoche“. Transporter sollen demnach bis 2012 einen CO2-Flottenwert von 175 Gramm pro Kilometer erreichen. Bis 2015 soll der Wert dann nur noch bei 160 Gramm pro Kilometer liegen. Die Grenzwerte sollen dem Bericht zufolge für Fahrzeuge mit einem Ladevolumen von rund drei Kubikmeter (Klasse 1) bis 17 Kubikmeter (Klasse 3) gelten.

2002 produzierten Europas Kleinlaster früheren Angaben zufolge im Schnitt 201 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer, was einem Durchschnittsverbrauch von 7,6 Litern Diesel entspricht. Die Kommission schätzt, dass der Wert inzwischen noch gestiegen ist.

„Vorgaben der EU müssen realistisch sein und dürfen nicht zu exorbitant steigenden Anschaffungs- und Betriebskosten führen», sagte der Geschäftsführer des Bundesverbandes Internationaler Express- und Kurierdienste (BIEK), Marten Bosselmann, dem Blatt. Die Hersteller befürchten dem Bericht zufolge, dass nach den Transportern auch die CO2-Vorgaben für LKW verschärft werden könnten.

„Die bisherigen Zielwerte sind insbesondere für große Transporter nur sehr, sehr schwer zu erreichen“, sagte der Transporter- Entwicklungschef bei Daimler, Sascha Paasche, der „Automobilwoche“. Da der Nutzwert nicht berücksichtigt werde, müsse dies zulasten der Transporteffizienz gehen. Kleine und emissionsärmere Vans würden dann die großen Transporter verdrängen, da diese die CO2-Werte nicht schaffen und mit Strafen belegt werden. (dpa/pi)

 
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