Mautausweichverkehr: Protestwelle soll LKW stoppen

15.09.2009 13:07 Uhr
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Anwohner der Bundesstraße 25 in Mittelfranken und Schwaben wollen Mautausweichverkehr stoppen
© Foto: ddp

Anwohner der Bundesstraße 25 in Mittelfranken und Schwaben wollen Mautausweichverkehr stoppen

Dinkelsbühl. Mit einer Welle von Protesten wollen Bürger aus den Ortschaften entlang der Bundesstraße 25 in Mittelfranken und Schwaben dauerhaft den Mautausweichverkehr auf dieser Route stoppen. Es müsse verhindert werden, dass ein seit Jahresanfang bestehendes Fahrverbot für Lastwagen wieder aufgehoben werde, betonten Redner bei einer Demonstration am Dienstagabend in Dinkelsbühl. In den kommenden Wochen seien weitere Demonstrationen geplant, kündigten sie an. Trotz strömenden Regens hatten sich knapp 200 Menschen an der Demonstration beteiligt. Viele Demonstranten seien auch aus dem benachbarten Landkreis Donau-Ries gekommen, berichteten Teilnehmer. Die B25 müsse von Feuchtwangen in Mittelfranken bis Donauwörth im nördlichen Schwaben gesperrt werden. Nur so lasse sich verhindern, dass Lastwagen die Straße als Ausweichroute für die mautpflichtige A7 Würzburg-Ulm nutzten, betonten Redner. Die Demonstranten warfen der Politik vor, zuerst die Maut auf der Autobahn einzuführen und dann mit Umgehungsstraßen entlang der Landstraßen für kostenlose Alternativen zu sorgen. Sie befürchten Insellösungen, denn entlang der B 25 gibt es nur für einige Orte Umgehungsstraßen. „Die kleinen Ortschaften fallen durch das Raster“, sagt Michael Ziegenmeier von der Bürgerinitiative im schwäbischen Harburg. Nach einem jahrelangen Rechtsstreit hatten die bayerischen Behörden einer Sperrung der B25 zwischen Feuchtwangen und Wilburgstetten (Landkreis Ansbach) für den Mautausweichverkehr zugestimmt. Der Nachbarlandkreis Donau-Ries lehnt diese Sperrung bisher ab. Auf Widerstand stößt das Lastwagen-Fahrverbot vor allem bei Transportunternehmen im benachbarten Schwaben. Trotz zahlreicher Ausnahmegenehmigungen für Unternehmen in der Region zwinge sie die Bundesstraßen-Sperrung zu teuren Umwegen, argumentieren sie. (dpa)

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