21.03.2011 | Transport + Logistik

Luftschläge gegen Libyen treiben Ölpreis nach oben

Singapur/Frankfurt/Main. Die Luftschläge der Alliierten gegen Ziele in Libyen haben den Ölpreis erneut nach oben getrieben. Der Preis für das Nordseeöl Brent legte am Montag um knapp zwei Prozent zu. Händler sprachen von Unsicherheit angesichts der Eskalation des Konflikts am Wochenende.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Brent-Öl zur Auslieferung im Mai stieg im Mittagshandel um 1,97 Dollar auf 115,90 Dollar und näherte sich damit den bisherigen Jahreshöchstständen. Die Aufstände in mehreren nordafrikanischen Ländern hatten in diesem Jahr bereits für einen deutlichen Schub gesorgt.

Der Preis für Brent-Öl war Anfang März bezogen auf den Tagesschlusskurs schon auf 116,48 Dollar gestiegen. Der bisherige Höchststand war im Juli 2008 kurz vor Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise mit 146,08 Dollar erzielt worden. Nur wenige Monate später zu Weihnachten 2008 fiel der Ölpreis auf ein Tief von 36,61 Dollar zurück.

„Nach einer Woche gebannter Blicke auf die Situation nach dem Erdbeben in Japan scheint sich der Fokus des Marktes wieder auf den Nahen Osten und Nordafrika zu richten", schreibt die Commerzbank in einem Kommentar. Die Ölfelder in Libyen seien bei den Bombenangriffen zwar anscheinend unbeschadet geblieben. Die baldige Rückkehr des Landes an den Ölmarkt sei jedoch unwahrscheinlich. Dies dürfte die Preise längerfristig unterstützen, erwartet die Commerzbank. Auch Finanzspekulanten würden auf weiter steigende Preise setzen.

Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur April-Auslieferung stieg am Montag ebenfalls deutlich um 1,90 Dollar auf 102,97 Dollar. Libyen zählt zwar nicht zu den größten Öllieferanten der Welt, war für Deutschland 2010 aber immerhin der fünftwichtigste Rohöl-Exporteur nach Russland, Großbritannien, Norwegen und Kasachstan. (dpa) 

 
Anzeige
 

Weitere Informationen

Kommentar verfassen

Regelmäßig werden online verfasste Kommentare in der VerkehrsRundschau veröffentlicht. Um sich für eine Veröffentlichung zu qualifizieren, geben Sie bitte Ihren vollen Namen und unter dem Kommentar Ihren Wohnort an. Herzlichen Dank!

 

21.03.2011Artikelinformationen

Social Networking
Schlagworte
Bildnachweis
(Foto: dapd/Jens Schlueter)

VerkehrsRundschau mobil

Gefahr/gut-Umfragegewinnspiel

Nehmen Sie jetzt an unserer kurzen Umfrage zur IMO Erklärung teil.

Sichern Sie sich einen von drei BestChoice-Einkaufsgutscheinen im Wert von 50,-€, einlösbar bei 200 Partnern in über 25.000 Filialen.

[Jetzt teilnehmen]

Beliebteste Meldungen

Beliebteste Galerien

Nachwuchsinitiative

Hallo Zukunft!

VerkehrsRundschau, Trucker und Gefahr/gut vermitteln zwischen Schülern, Lehrern und Unternehmen für eine Zukunft in der Logistik [Mehr Infos über Ausbildung in der Logistik]

Neueste Kommentare unserer Leser

  • 21.05.2012 | Transport + Logistik
    Nordeuropäische Transporteure fordern Aussetzung der Kabotage
    Glastaxi meint: Die dänischen Spediteure dürfen sich jetzt nicht aufregen, denen konnte es doch nicht wild und...[mehr…]
  • 19.05.2012 | Transport + Logistik
    Nordeuropäische Transporteure fordern Aussetzung der Kabotage
    Jürgen Auth meint: Es müsste folgende Bestimmung bei Kabotage eingeführt werden: Den Fahrern aus den Billiglohnländern...[mehr…]
  • 18.05.2012 | Transport + Logistik
    Gefährlicher Spatenstich für Bayerns Innenminister
    Deka 1803 meint: Was sagt uns dies: Von Dingen, von denen man keine Ahnung hat, sollte man tunlichst die Finger...[mehr…]
  • 18.05.2012 | Recht + Geld
    Bundesregierung plant Arbeitszeitgesetz für selbstständige Fahrer
    Thomas Flesch meint: Darf ich jetzt länger fahren?! Laut EU-Recht maximal 90 Stunden Lenkzeit in 2 Wochen und nach diesem...[mehr…]
  • 17.05.2012 | Transport + Logistik
    Nordeuropäische Transporteure fordern Aussetzung der Kabotage
    hans-ulrich Höfler meint: Als Betroffener kann ich dem nur beipflichten. Wer die Augen im Transportverkehr weit genug öfnnet,...[mehr…]

Twitter: vr_online

Der Twitter-Kanal der VerkehrsRundschau

vr_online auf Twitter abonnieren und unsere Redakteure halten Sie auf dem Laufenden - blitzschnell und kostenlos!
[Follow us!]

Fahrverbotskalender

Europäische Fahrverbote im Überblick

Unser Fahrverbotskalender gibt einen Überblick über die LKW-Fahrverbote in mehr als 25 europäischen Ländern. Der Kalender erscheint quartalsweise als Zugabe zur Printausgabe, er kann aber auch gesondert bezogen werden. Bestellen können Sie den Kalender außerhalb des Abos zum Preis von 9,80 Euro zzgl. Versand und Mehrwertsteuer unter 089/20 30 43 11 00 (Fax -2100) oder per Mail: vertriebsservice@springer.com.