Frankfurt/Main. Die Lufthansa meldet, dass sie in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld in den ersten neun Monaten des Jahres Angebot und Absatz gesteigert hat. Dabei wurde ein operativer Gewinnvon 984 Millionen Euro erzielt. Lufthansa-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Mayrhuber führte dazu im Rahmen einer Pressekonferenz heute aus: „Die Lufthansa Cargo konnte in den ersten neun Monaten ihre Umsätze deutlich erhöhen und das operative Ergebnis mehr als verdoppeln. Seit dem Ende des 2. Quartals hat die sich abschwächende Konjunktur aber auch die Cargo erreicht. Trotzdem erwarten wir für das laufendende Geschäftsjahr eine deutliche Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Vorjahr.“ Von der VerkehrsRundschau auf negative Prognosen für die Marktentwicklung angesprochen, ergänzt Finanzvorstand Stephan Gemkow: „Wir sehen einen Verfall der Tonnage, der bei uns durch bessere Wirtschaftlichkeit aufgefangen werden konnte. Lufthansa Cargo hat ein knackiges Kosteneinsparungsprogramm hinter sich gebracht und dadurch an Stärke gewonnen. Das Frachtaufkommen hängt direkt an der wirtschaftlichen Entwicklung – aber im relativen Vergleich sind wir jetzt besser aufgestellt als viele Wettbewerber im Nahen Osten oder in Asien.“ Lufthansa steht uneingeschränkt zu Jade Cargo Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz der Lufthansa Gruppe wurde auch intensiv über die aktuellen Entwicklungen im Frachtbereich gesprochen. Mehrfach wurde dabei nach dem Fracht-Joint Venture Jade Cargo International gefragt, das durch Managementwechsel und einen verzögerte Aufnahme der Geschäfte in die Schlagzeilen geraten war. „Wir stehen uneingeschränkt zu diesem Unternehmen“, betonte dazu Lufthansa Finanzvorstand Stephan Gemkow. „Es hat Anlaufprobleme, beispielsweise bei der Zulassung der Piloten gegeben, abder diese sind überwunden und wir werden Jade auch von Deutschland aus bei der Vermarktung seiner Leistungen jetzt breiter unterstützen.“ Jade International ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Shenzhen Airlines (51Prozent), Lufthansa Cargo AG (25 Prozent) und der DEG-Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (24Prozent). Das Unternehmen sitzt in Shenzhen (SZX), in der chinesischen Provinz Guangdong und hat 320 Mitarbeiter. (pk)
Lufthansa sieht sich im weltweiten Cargo-Wettbewerb gut aufgestellt
"Knackiges Kosteneinsparungsprogramm": Verfall der Tonnage soll durch bessere Wirtschaftlichkeit aufgefangen werden