München/Frankfurt. Der Versand von Luftfracht wird sich in den kommenden Wochen voraussichtlich deutlich verteuern. Grund ist der Rückstau riesiger Tonnagemengen in den Frachthallen von Fluggesellschaften, Spediteuren, Flughäfen und Abfertigungsunternehmen, der durch das bisherige Flugverbot in Nord- und Zentraleuropa entstanden ist. Um diese Massen zu befördern, reicht die derzeit verfügbare Transportkapazität der Fluggesellschaften nicht aus, zumal Flüge in vielen EU-Ländern momentan weiterhin nur eingeschränkt erlaubt sind. Wegen dieses stündlich weiter wachsenden Bergs an Luftfracht bei gleichzeitiger begrenzten Beförderungsmöglichkeiten erwarten unter anderem Panalpina sowie Kühne + Nagel in aller Kürze deutliche Preiserhöhungen durch die Airlines, wie die beiden Logistiker gegenüber ihren Kunden jetzt betonten. Es wäre die dritte Ratenanpassung innerhalb von acht Monaten durch die Frachtflieger, nach ähnlichen Schritten im vergangenen September und zu Beginn diesen Jahres. (hs)
Luftfracht vor Preissprung
Folgen des Vulkanausbruchs: Rückstau riesiger Tonnagemengen sorgt für steigende Preise bei Luftfracht