26.05.2010 |

Luftfahrt: EU und Lateinamerika wollen zusammenarbeiten

Rio de Janeiro. Die EU und die Mitglieder der Lateinamerikanischen Zivilluftfahrtkonferenz (Clac) wollen bei der zivilen Luftfahrt in Zukunft enger zusammenarbeiten. Auf dem Zivilluftfahrtgipfel EU-Lateinamerika in Rio de Janeiro unterzeichneten beide Seiten die Absichtserklärung, bis Ende des Jahres einen Aktionsplan mit konkreten Initiativen zu erarbeiten, wie diese Annäherung gestaltet werden kann.

Mit Brasilien schloss die EU auf derselben Veranstaltung Verhandlungen über Angleichung der Flugsicherheitsstandards sowie der rechtlichen Rahmenbedingungen für die gegenseitige Benutzung der Flugräume ab. Betroffen sind davon sowohl der Personen- als auch der Güterverkehr. Die Verträge sollen am 14. Juli auf dem Brasilien-EU-Gipfel in Brasilia unterzeichnet werden. Verhandlungen mit Brasilien über ein umfassendes Luftverkehrsabkommen, das eine gegenseitige Marktöffnung und Angleichung der Regulierungen vorsieht, sollen nach Wunsch der EU noch in diesem Jahr starten.

EU-Verkehrsminister Siim Kallas, der die EU-Delegation in Rio de Janeiro anführte, zeigte sich zufrieden mit dem Erreichten. "Angesichts des stetigen Wachstums unserer Luftfahrtsektoren und der gemeinsamen Herausforderungen bin ich besonders erfreut über die Aussicht, die Zusammenarbeit mit Lateinamerika auf diesem Gebiet auszubauen", sagte Kallas. Die Zusammenarbeit werde neue Chancen für Unternehmen sowohl in der EU als auch in Lateinamerika eröffnen und dadurch mehr Flüge und mehr Sicherheit ermöglichen. Die EU geht davon aus, dass sich der lateinamerikanische Luftverkehrsmarkt in den nächsten 20 Jahren zu einem der am schnellsten wachsenden in der Welt entwickeln wird. Das erhöhe seine strategische Bedeutung für die EU und ihre Industrie.

Der Clac gehören 22 Länder aus Süd- und Mittelamerika sowie der Karibik an. Neben der EU und der brasilianischen Agentur für Zivilluftfahrt war die Clac Mitorganisator des zweitägigen Zivilluftfahrtgipfel EU-Lateinamerika, auf dem sich über 300 Teilnehmer aus Behörden, Luftfahrtunternehmen, Flughäfen, Unternehmen des Luft- und Raumfahrtsektors und Dienstleister trafen, um Strategien für die künftige Zusammenarbeit zu besprechen. (kw)

 
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26.05.2010Artikelinformationen

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