15.04.2010 | Transport + Logistik

Kurz vermeldet: 15. April 2010

Wirtschaft

Euro-Paletten - Die Hersteller von Euro-Paletten haben derzeit Probleme, Holz für ihre Produktion zu bekommen. "Es gibt echte Engpässe", sagte ein Sprecher der European Pallet Association am Mittwoch in Münster. Zum einen liege das am langen und strengen Winter. Zum anderen seien die Holzpreise aufgrund der Wirtschaftskrise gefallen, deswegen hätten die Waldbesitzer weniger Holz geschlagen. Die Nachfrage nach Euro-Paletten sei dagegen zum Jahreswechsel wieder gestiegen. "Dies hat zu einem ungewöhnlich starken Preisanstieg beim Schnittholz geführt." Der Materialpreis pro Palette sei demzufolge in den ersten drei Monaten des Jahres um 1,70 Euro gestiegen. Daher würden langfristig auch die Paletten teurer. (dpa)

Verkehr

Piraten - Warten auf die Auslieferung: Wann die somalischen Piraten aus den Niederlanden nach Deutschland kommen, ist weiter unklar. "Sicher ist, dass sie an uns überstellt werden", sagte der Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft in Hamburg, Wilhelm Möllers, am Donnerstag. "Aber ein realistisches Zeitfenster können wir nicht nennen." Niederländische Soldaten hatten das Frachtschiff der Hamburger Reederei Komrowski am Ostermontag etwa 500 Seemeilen östlich der somalischen Küste aus der Hand der Seeräuber befreit. Den Piraten soll in Hamburg der Prozess gemacht werden. Bei einer Verurteilung drohen ihnen 5 bis 15 Jahre Haft. Die zehn Männer waren am Mittwoch von einer Maschine der niederländischen Luftwaffe in dem ostafrikanischen Kleinstaat Dschibuti abgeholt worden. In den Niederlanden müsse ihnen ein Richter den Haftbefehl aus Hamburg verkünden, berichtete Möllers. Der Haftbefehl lautet auf Angriff auf den Seeverkehr und versuchten erpresserischen Menschenraub. Wenn die Piraten in den Niederlanden auf Rechtsmittel verzichten, gibt es ein sogenanntes vereinfachtes Auslieferungsverfahren. "Dann könnten sie innerhalb von sieben Tagen, vielleicht sogar schneller, überstellt werden", erklärte Möllers. Wenn sie aber Rechtsmittel einlegen - und zum Beispiel überprüfen lassen wollen, ob die Auslieferung zulässig ist -, werde sich die Überstellung hinziehen. (dpa)

Unternehmen

Neue Fertigungslinie - Der Nutzfahrzeug- und Dieselmotorenhersteller MAN baut sein Brasiliengeschäft weiter aus. Am Donnerstag nahm der Konzern im brasilianischen Werk Resende eine neue Fertigungslinie für Lastwagen in Betrieb, wie das Unternehmen mitteilte. Die Anlage habe eine jährliche Kapazität für die Montage von rund 5000 schweren Lastwagen. In der Nähe des Standorts will MAN in einen Zuliefererpark investieren. Insgesamt beziffert der Konzern die Ausgaben auf dem wichtigen Wachstumsmarkt auf knapp 100 Millionen Euro, rund 800 Arbeitsplätze sollen in Resende neu geschaffen werden. Das von Volkswagen übernommene Lastwagengeschäft in Brasilien hatte sich für MAN im vergangenen Jahr als Gewinnbringer erwiesen. (dpa)

 
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