Politik
Elbbrücke - Die Grünen in Sachsen-Anhalt lehnen den geplanten Bau einer Brücke im Elbabschnitt zwischen Wittenberg und der Landesgrenze zu Sachsen ab. Eine solche Elbquerung würde einen der letzten großen Auwälder Mitteleuropas durchschneiden und damit den zentralen Bereich des Unesco-Biosphärenreservates, teilte die Grünen-Landesvorsitzende Claudia Dalbert in Magdeburg mit. Eine einzigartige Auenlandschaft würde unwiederbringlich zerstört und mehr als 1000 Arbeitsplätze, die dort am Elbtourismus hängen, seien gefährdet. Der im Landesentwicklungsplan vorgesehene Bau trage außerdem in keiner Weise zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region bei. (dpa)
Verkehrskonferenz - Über die Modernisierung der Verkehrswege zwischen Deutschland und Polen wollen diesem Mittwoch Politiker beider Länder in Potsdam beraten. Zur Konferenz der Oder-Anrainerregionen werden Vertreter aus Brandenburg, Berlin, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern sowie den polnischen Woiwodschaften Lebuser Land, Niederschlesien, Großpolen und Westpommern erwartet. Es ist das zweite Gipfeltreffen der seit 2006 bestehenden Oderpartnerschaft. (dpa)
Wirtschaft
Binnenhäfen - Die hessischen Häfen leiden weiter unter den krisenbedingten Einbrüchen in der Transportbranche. In den ersten zehn Monaten 2009 schlugen die Anlegestellen an Main und Rhein 8,5 Millionen Tonnen Güter um. Das waren gut sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden mitteilte. Für die Statistik wurden 20 Häfen berücksichtigt. (dpa)
Unternehmen
Unterschlagung - Der französischen Fluggesellschaft Air France sind nach einem Zeitungsbericht bis zu 24 Millionen Euro abhanden gekommen. Ein Teil des Geldes sei möglicherweise unterschlagen worden, berichtet die Zeitung „Le Figaro“. Am Montag sollte ein entsprechender Prüfbericht veröffentlicht werden. Das Loch erkläre sich zu 95 Prozent durch schlampige Kassenführung im zentralen Unternehmensausschuss (Comité central d'enterprise) und zu fünf Prozent durch persönliche Bereicherung, sagte ein ungenannter Experte dem Blatt. (dpa)
Kündigung - Die Kündigung des Kapitäns des monatelang von Piraten entführten Hamburger Frachters "Hansa Stavanger", Krzysztof Kotiuk, wird am kommenden Donnerstag vor dem Hamburger Arbeitsgericht verhandelt. Das bestätigte eine Sprecherin des Gerichts am Freitag. Die Reederei Leonhardt & Blumberg hatte den Rausschmiss des Kapitäns im Dezember mit wirtschaftlichen Problemen begründet. Kotiuk sei der dienstjüngste deutsche Kapitän, der erst im Sommer 2008 eingestellt wurde. Daher sei er entlassen worden. Kotiuk hatte gegen die Kündigung geklagt. Im April dieses Jahres waren Kotiuk und seine Crew von somalischen Seeräubern überfallen worden. Erst vier Monate später gaben die Piraten das Schiff gegen ein Millionen-Lösegeld frei. (dpa)
Verkehr
Feinstaub - Deutschlands Feinstaub-Schmuddelkind Stuttgart will die gesundheitsschädlichen Partikelchen künftig "festkleben". Am Neckartor, dem Ort mit den bundesweit höchsten Feinstaub-Werten, werde von der kommenden Woche an versuchsweise eine Lösung aus Calcium- und Magnesiumacetat (CMA) versprüht, teilte die Stadt am Freitag mit. CMA werde bisher meist als Taumittel im Winterdienst eingesetzt, sei aber auch zum Binden von Feinstaub geeignet. Das hätten Tests in Stockholm, Klagenfurt und Halle bewiesen. Die Luft am Neckartor weist hohe Feinstaubwerte auf: Der EU-Grenzwert wurde 2009 an 111 Tagen überschritten - erlaubt sind 35. (dpa)