01.07.2010 | Transport + Logistik

Kurz vermeldet: 1. Juli 2010

Wirtschaft

Umschlag - Die Wirtschaftskrise hat den Güterumschlag in den niedersächsischen Seehäfen 2009 auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren gedrückt. Im Vergleich zu 2008 sei der Umschlag im vergangenen Jahr um 15,6 Prozent auf 53,3 Millionen Tonnen gesunken, teilte der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie am Mittwoch in Hannover mit. Außer Papenburg und Leer, wo der Umschlag mit 5,0 und 4,1 Prozent leicht stieg, bekamen alle Häfen die Krise deutlich zu spüren. Wilhelmshaven verzeichnete unter anderem einen Rückgang von 15,7 Prozent, Emden von 21,6 Prozent und Cuxhaven von 9,7 Prozent. (dpa)

Standorte - Der Eigentümer der Nordic-Werften, Witali Jussufow, hält an beiden Standorten in Wismar und Warnemünde fest. Jussufow erteilte Wünschen und Bitten, aber auch Forderungen, Teile des Geländes in Warnemünde an andere Nutzer abzutreten oder zu verkaufen, eine Absage. Wenn es wirtschaftlich Sinn mache, könne er sich eine gemeinsame Nutzung des Geländes mit einem Interessenten jedoch vorstellen. „Ich bin ständig offen für solche Angebote." Nordic werde sich in Warnemünde mit der Windkraft-Technologie beschäftigen, daraus könnten sich technologische oder logistische Synergien mit anderen Unternehmen ergeben. Jussufow stellte aber klar: „Eine Herausgabe von Flächen findet hier nicht statt!" (dpa)

Terminal - Der Hamburger Hafenkonzern HHLA hat gemeinsam mit seiner Beteiligungsgesellschaft POLZUG ein hochmodernes Umschlagterminal in der Nähe der polnischen Stadt Kattowitz eröffnet. Damit rücke die südpolnische Wirtschaftsregion Schlesien näher an den Hamburger Hafen heran, teilte die HHLA am Mittwoch in Hamburg mit. Die Planungen für weitere Terminalprojekte in Polen liefen auf Hochtouren. Für die HHLA sei die Investition von zehn Millionen Euro in Schlesien ein logischer Schritt beim Ausbau ihres Hinterlandnetzwerkes in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Dort können drei Containerzüge gleichzeitig abgefertigt werden. Am Betreiber sind zu je einem Drittel die HHLA, die deutsche und die polnische Bahn beteiligt. (dpa)

Verkehr

Aufgehoben - Im Streit um das Fahrverbot für schwere Lastwagen in einem Bremer Gewerbegebiet haben die Gegner aus der niedersächsischen Nachbargemeinde Stuhr erneut einen Sieg davongetragen. Das Oberverwaltungsgericht bestätigte am Mittwoch die Aufhebung des Fahrverbots in der Kattenturmer Heerstraße. Das Verwaltungsgericht hatte dieses bereits im März gekippt, weil die Berechnungen zum Lärmschutz nach Ansicht der Richter nicht stimmten. Dies sah das Oberverwaltungsgericht eigenen Angaben nach genauso. Der Senat hatte das Lkw-Fahrverbot vergangenen November als Lärmschutz für die Anwohner beschlossen - trotz Proteste der niedersächsischen Nachbargemeinden und der Landesregierung. (dpa)

 
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