20.10.2009 | Transport + Logistik

Kühne + Nagel baut Landverkehrssparte um

Schindellegi. Die Kühne + Nagel-Gruppe setzt ihren Sparkurs vehement fort. Insbesondere der Bereich Landverkehre ist davon betroffen. Der Logistikkonzern gab heute bekannt, dass künftig die nationalen und internationalen Landverkehre mit den Distributionsaktivitäten aus der Kontraktlogistik zum 1. Januar 2010 zusammengeführt werden. Dirk Reich wird künftig für den diesen Bereich verantwortlich sein. Der bisherige Leiter des Geschäftsbereichs „Europäische Landverkehre“ Xavier Urbain muss Kühne + Nagel zum 31. Dezember 2009 verlassen. Urbain soll künftig auf der Basis eines Beratervertrags das Unternehmen weiter unterstützen, hieß es.

Trotz eines Umsatzrückgangs um rund ein Fünftel im Vergleich zum Vorjahr zeigte sich Vorstandsvorsitzender Reinhard Lange mit dem Ergebnis „durchaus zufrieden“. Zwischen Januar und September setzte Kühne + Nagel 12,8 Milliarden Schweizer Franken (8,47 Milliarden Euro) um. Wie das Unternehmen mitteilt, lag der Rohertrag um 7,3 Prozent unter dem Wert der Vergleichsperiode des Vorjahres. Das Betriebsergebnis (Ebitda) verringerte sich um zehn Prozent und der Reingewinn um 14,4 Prozent auf 256 Millionen Euro.

Das Geschäftsergebnis im Bereich Landverkehre konnte Kühne + Nagel vor allem durch die Übernahme der französischen Alloin-Gruppe verbessern. Auch durch innerbetrieblich Verbesserungen konnte das Betriebsergebnis um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöht werden.

Die Bereiche See- und Luftfracht erholten sich nach Angaben des Unternehmens im dritten Quartal leicht. Das disponierte Volumen der Seefracht stieg vom zweiten auf das dritte Quartal um elf Prozent an und lag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 8,5 Prozent niedriger. Im Luftfrachtmarkt konnte Kühne + Nagel die Tonnage zwischen dem zweiten und dritten Quartal um sieben Prozent steigern. Im Neun-Monatsvergleich ging sie um 15,5 Prozent zurück.

In der Kontraktlogistik setzte sich die Stabilisierung des Marktes auf dem Niveau des ersten Halbjahrs 2009 fort. Daher blieb auch das Betriebsergebnis im dritten Quartal im Vergleich zum zweiten nahezu stabil und lag im Neun-Monatsvergleich 17 Prozent unter Vorjahr. (sb/beg)

 
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