05.03.2010 | Transport + Logistik

Krisenjahr: Schienengüterverkehr verzeichnet drastischen Einbruch

Wiesbaden. Der Güterverkehr auf der Schiene ist im Krisenjahr 2009 so stark abgestürzt wie nie zuvor. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, wurden auf dem deutschen Schienennetz 312,1 Millionen Tonnen Güter transportiert und damit
15,9 Prozent weniger als 2008. Im vergangenen Jahr wurde nach den Angaben der Statistiker erstmals wieder das Beförderungsniveau von 2005 unterschritten, als 317,3 Millionen Tonnen transportiert worden waren.

Allerdings entspannte sich die Lage im Güterverkehr mit der allgemeinen Konjunkturerholung zum Jahresende. Im November schmolz die transportierte Tonnage im Vorjahresvergleich nur noch um 3,2 Prozent, im Dezember wuchs die Transportmenge sogar um 3,2 Prozent. Die ersten zehn Monaten 2009 waren hingegen von zweistelligen Minusraten zwischen 11,7 und 31,2 Prozent im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat geprägt.

Im Gesamtjahr erlitt vor allem der internationale Güterverkehr, der mit 101,4 Millionen Tonnen fast ein Drittel des Gesamttransports ausmacht, ein herben Rückschlag. Die Transportmengen im Import und Export ging um jeweils 23,1 Prozent zurück, der Transitverkehr um 23,8 Prozent. Im Binnenverkehr betrug das Minus im Vergleich zu 2008 nach den Angaben 11,9 Prozent. (dpa)

 
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