11.03.2010 | Transport + Logistik

Krise trifft Panalpina voll

Basel. Der schweizerische Logistikkonzern Panalpina hat im vergangen Jahr einen Gewinneinbruch verzeichnet. Wie das Unternehmen heute bekannt gab musste Panalpina zudem Rückgänge bei Transportvolumen und Umsatz hinnehmen. Der operative Gewin (Ebit) sank um knapp 85 Prozent auf 30 Millionen Franken (20,5 Millionen Euro), und mit 10 Millionen Franken erreichte der Basler Konzern nicht einmal ein Zehntel des Konzerngewinns des Vorjahres.

Der Umsatz des Schweizer Logistikkonzerns verlor gegenüber 2008 fast 33 Prozent und sackte nach 8,88 Milliarden Franken auf 5,96 Milliarden Franken im Jahr 2009 ab. Mit einher gingen Marktanteile verloren, wie der Konzern am Donnerstag einräumte. Panalpina konzentriere sich bewusst auf profitable Geschäfte und verzichte nicht auf Marge, nur um möglichst viel Umsatz zu erzielen, hieß es.

Da die Geschäftsführung der Panalpina laut Vorstandschefin Monika Ribar nicht damit rechnet, dass die enormen Preisschwankungen und Unsicherheiten im Markt schnell verschwinden, wird die Konzernstruktur verändert. Verkauf, Beschaffung und operationelle Funktionen werden unter der Führung des COO Karl Weyeneth kombiniert. Dominik Tichelkamp wird den Logistikdienstleister verlassen. Die Zukunft von Sandro Knecht – bislang Chief Marketing & Sales and Supply Chain Management Officer – ist unsicher.

„Die Prognosesicherheit für 2010 bleibt insgesamt niedrig“, erklärte Panalpina-Chefin Ribar. „Allerdings glaubt Panalpina an eine moderate Erholung des Luft- wie auch des Seefrachtmarkts mit Wachstumsraten im mittleren einstelligen Bereich.“ Das Unternehmen sei zuversichtlich, mindestens mit dem Wachstumstempo des Marktes Schritt zu halten. (sb)

 
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