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Kögel Produktion

Kögel muss die Produktion verlagern

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Kögel gibt Standort Burtenbach auf

Burtenbach. Der Trailerhersteller Kögel gibt den langjährigen Standort Burtenbach bei Günzburg auf und verlagert die Produktion an einen neuen Standort. „Wir haben uns seit der Gründung der Kögel Trailer GmbH & Co. KG im November 2009 in langen Verhandlungen intensivst um die Übernahme des Standortes Burtenbach bemüht“, betonte Thomas Heckel, Vorsitzender der Kögel-Geschäftsführung, am Freitagabend:. Die Gespräche mit der Eigentümerbank Fortis Leaseüber einen möglichen Kauf als auch eine langfristige Miete des Geländes seien jedoch bislang ohne Ergebnis geblieben.

„Aus unserer Sicht haben wir bis zur letzten Minute verhandelt um den Standort Burtenbach mit seinen 441 Mitarbeitern zu erhalten“, erklärte Heckel. Am 29. Februar 2010 laufe das derzeitige Mietverhältnis aus. Deshalb sehen sich Geschäftsführung und Gesellschafter nach eigenen Angaben gezwungen, die Reißleine zu ziehen und Maßnahmen zur Verlagerung der Produktion an einen anderen Standort einzuleiten.

Zu der derzeitigen Situation war es gekommen, weil die früheren Kögel-Gesellschafter die Gebäude und das Gelände im Jahr 2007 an die Fortis Lease veräußert und über eine den Altgesellschaftern gehörende Zwischengesellschaft langfristig zurückgemietet haben. Da Bank und Altgesellschafter dieses Zwischenmietverhältnis auch nach der Insolvenz aufrechterhalten haben, konnte der neue Investor die Produktionsgebäude nicht wie gewünscht sofort übernehmen. Die angestrebte Übernahme zum Ablauf des derzeitigen Mietverhältnisses ist nun ebenfalls gescheitert.

„Wir werden wohl oder übel ein neues Werk an einem anderen Standort erreichten müssen“, erläuterte Thomas Heckel. Bis dieser Standort endgültig gefunden und das neue Werk errichtet ist, wird Kögel die gesamte Produktion aus Burtenbach abziehen und vorübergehend in das Humbaur-Werk in Gersthofen bei Augsburg und teilweise an weitere Standorte in der Umgebung von Gersthofen verlagern müssen.

Auch ein Großteil der derzeit 441 Mitarbeiter wird durch die Produktionsverlagerung zunächst mit zusätzlicher Kurzarbeit rechnen müssen. „Leider werden die Zulieferer in unmittelbarer Umgebung von Burtenbach, und damit weitere rund 400 Beschäftigte zwangsläufig ebenfalls von der Produktionsverlagerung betroffen sein“, bedauert Heckel.

Der Betriebsrat und die gesamte Belegschaft hatten den neuen Investor und die neue Kögel-Geschäftsführung nach Kräften unterstützt um den Geschäftsbetrieb nach der Insolvenz wieder in geregelte Bahnen zu bringen. „Jetzt müssen wir erleben, dass Banken und Altgesellschafter weiterhin auf dem Rücken der Belegschaft ihre Spielchen spielen“, sagte Leo Berger, Bertriebsratsvorsitzender der Kögel Trailer GmbH & Co. KG. (sb)

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

05. Februar 2010 21:56
Martin Huber meint:
Erst treiben die Banken mit ihrer grenzenlosen Gier die ganze Wirtschaft in die Krise und jetzt wollen sich die Bankmanager nicht die Finger mir der Rettung von Produktionsstätten schmutzig machen. Lieber wieder ein paar Milliarden mit absurden Spekulationen scheffeln und Schwarzgeld verschieben.

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