Wilhelmshaven. Niedersachsens Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) sieht in dem geplanten Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven eine Magnetwirkung für andere Projekte an der Küste. Neben neuen Großkraftwerken sei eine intensive Ansiedlung von Logistikunternehmen in Hafennähe zu erwarten, sagte Hirche am Freitag beim 18. Niedersächsischen Hafentag in Wilhelmshaven. Der Jade-Weser-Port werde mit den anderen Seehäfen dazu beitragen, dass sich die Küste zu einer zweiten Wirtschaftsachse in Niedersachsen nach dem Mittellandkanal entwickle. Voraussetzung dafür seien allerdings bessere Anbindungen an das Hinterland. Der Tiefwasserhafen werde endgültig bis 2012 fertiggestellt, sagte der Minister. Die mit dem künftigen Betreiber Eurogate vereinbarten Fristen würden zuverlässig eingehalten. Mittlerweile seien mehr als fünf Millionen Kubikmeter Sand verbaut und die ersten Spundwände gerammt worden. Bis zum Jahr 2010 sollen 300 Millionen Euro in die Häfen Brake, Cuxhaven, Emden, Leer, Nordenham, Oldenburg, Papenburg und Wilhelmshaven investiert werden. Für 2008 seien 100 Millionen Euro eingeplant, sagte Hirche. Für ein Nationales Hafenbündnis des Bundes kündigte Hirche Unterstützung aus Niedersachsen an. Geschäftspartner in Übersee betrachteten die verschiedenen Häfen in Norddeutschland mehr als eine Einheit und nicht als Konkurrenten. Durch Kooperationen könnten alle nur gewinnen. Ein erster Schritt sei die gemeinsame Marketingorganisation Seaports of Germany. Daran sei die Gesellschaft Seaports of Niedersachsen maßgeblich beteiligt. (dpa)
Jade-Weser-Port als Wirtschaftsmotor
Niedersachsens Wirtschaftsminister Hirche erwartet neue Wirtschaftsachse durch Hafenausbau