30.03.2010 |

Iata meldet starke Verkehrsnachfrage im Februar

Luftfracht

Genf. Die Nachfrage im Frachtgeschäft ist im Februar 2010 verglichen mit dem Vorjahresmonat um 26,5 Prozent gestiegen. Das ist das Ergebnis der Verkehrszahlen für den Monat Februar, die die International Air Transport Association (IATA) heute vorgelegt hat. Die Frachtnachfrage war während der vergangenen Rezession stärker als die Passagiernachfrage gesunken und muss um weitere 3 Prozent zulegen, um ein Level wie vor der Krise zu erreichen.

Auch die Passagiernachfrage im internationalen Luftverkehr ist im Februar 2010 gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,5 Prozent gestiegen. Der Februar 2009 markierte während der Wirtschaftskrise den Tiefpunkt der Passagiernachfrage. Diese muss daher um weitere 1,4 Prozent zulegen, um das Niveau vor der Krise zu erreichen.

Giovanni Bisignani, Director General und CEO der Iata sagte: „Wir bewegen uns in die richtige Richtung. In zwei bis drei Monaten sollten sich die Verkehrszahlen wieder auf Vor-Krisen-Niveau befinden. Das ist aber noch keine vollkommene Erholung. Vor uns liegt die Aufgabe, uns an zwei Jahre verlorenes Wachstum anzupassen.“

„Während sich die Zahlen verbessern, hat das Jahr mit zwei Enttäuschungen begonnen. Erstens erwarten wir, dass Airlines in Europa in diesem Jahr einen Verlust von 2,2 Milliarden US-Dollar melden werden – den höchsten Verlust aller Regionen. Die schwache Nachfrage in Europa im Passagier- wie Frachtgeschäft entspricht unseren Prognosen“, sagte Bisignani. Er verurteilte zudem die Streiks bei mehreren europäischen Airlines: „Es ist enttäuschend, dass das Personal europäischer Airlines streikt, während sich die geschwächte Branche eigentlich auf Effizienzsteigerung und Kostenreduktionen konzentrieren muss.“

„Die zweite Enttäuschung ist das Versagen, in der zweiten Stufe der Open Skies Gespräche zwischen den USA und EU das Thema Eigentumsverhältnisse anzugehen“, ermahnte der Iata-Chef. Beide Seiten hätten in einer schwierigen Zeit die Chance versäumt, Fluggesellschaften die dringend benötige Freiheit zu gewähren, ohne Begrenzungen durch veraltete Eigentumsbeschränkungen Zugang zum weltweiten Kapitalmarkt zu bekommen. (sb)

 
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