10.07.2009 |

HPA geht gegen Korruption vor

Hamburg. Jens Meier, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Port Authority (HPA), will die Hafenverwaltung so immun wie möglich gegen Korruption machen. Er zieht damit die Konsequenzen aus den jetzt in die Öffentlichkeit gelangten Informationen über einen handfesten Korruptionsskandal der HPA, die im Oktober 2005 aus dem Amt für Strom und Hafenbau hervorging. Das unter Meiers Federführung entwickelte „Programm zur Korruptions-Prävention“ wurde auf der Aufsichtsratssitzung am Donnerstag gebilligt.

Zu den zentralen Programminhalten gehört unter anderem, dass der Kreis derjenigen, die Rechnungen abzeichnen dürfen, erheblich verkleinert wurde. Bis zu Beginn der HPA-Ära konnten Aufträge bis zu einem Wert von 10.000 Euro von einem großen Mitarbeiterkreis abgezeichnet werden. Die jetzt bekannt gewordenen Korruptionsfälle, in denen die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt, stammen übrigens allesamt noch aus der Amt-für-Strom-und Hafenbau-Ära. Es geht um den Zeitraum 2002 bis 2004.

Inzwischen gilt bei der HPA beim Abzeichnen von Aufträgen und Rechnungen das „Sechs-Augen-Prinzip“ in einem vierstufigen Verfahren, berichtete HPA-Sprecherin Karin Lengenfelder der VerkehrsRundschau. „Die Maschen des internen Kontrollnetzes sind jetzt noch enger geknüpft worden“, ergänzte sie.

Umfassend gestärkt wurde auch die Innenrevision, die unter der Leitung von Hannes Schrank steht. Schrank, seit Oktober 2008 an Bord der HPA, berichtet direkt an die Geschäftsführung. Zudem wurde in der Hafenverwaltung eine eigene Anti-Korruptionsstelle eingerichtet. Zum Vorbeugeprogramm gehört auch, dass die Mitarbeiter der HPA an speziellen Anti-Korruptions-Seminaren teilnehmen müssen.

Der Aufsichtsrat erteilte zudem grünes Licht dafür, dass die HPA-Geschäftsführung gegen die in den Korruptionsskandal verwickelten Firmen Schadensersatzforderungen geltend machen können. (eha)

 
Anzeige
 

Weitere Informationen

Kommentar verfassen

Regelmäßig werden online verfasste Kommentare in der VerkehrsRundschau veröffentlicht. Um sich für eine Veröffentlichung zu qualifizieren, geben Sie bitte Ihren vollen Namen und unter dem Kommentar Ihren Wohnort an. Herzlichen Dank!

 

10.07.2009Artikelinformationen

Social Networking
Schlagworte
Bildnachweis
(Foto: Eckhard-Herbert Arndt)

VerkehrsRundschau mobil

Gefahr/gut-Umfragegewinnspiel

Nehmen Sie jetzt an unserer kurzen Umfrage zur IMO Erklärung teil.

Sichern Sie sich einen von drei BestChoice-Einkaufsgutscheinen im Wert von 50,-€, einlösbar bei 200 Partnern in über 25.000 Filialen.

[Jetzt teilnehmen]

Frachtenbörsen

Transportausschreibungen

Neueste Kommentare unserer Leser

  • 21.05.2012 | Transport + Logistik
    Nordeuropäische Transporteure fordern Aussetzung der Kabotage
    Glastaxi meint: Die dänischen Spediteure dürfen sich jetzt nicht aufregen, denen konnte es doch nicht wild und...[mehr…]
  • 19.05.2012 | Transport + Logistik
    Nordeuropäische Transporteure fordern Aussetzung der Kabotage
    Jürgen Auth meint: Es müsste folgende Bestimmung bei Kabotage eingeführt werden: Den Fahrern aus den Billiglohnländern...[mehr…]
  • 18.05.2012 | Transport + Logistik
    Gefährlicher Spatenstich für Bayerns Innenminister
    Deka 1803 meint: Was sagt uns dies: Von Dingen, von denen man keine Ahnung hat, sollte man tunlichst die Finger...[mehr…]
  • 18.05.2012 | Recht + Geld
    Bundesregierung plant Arbeitszeitgesetz für selbstständige Fahrer
    Thomas Flesch meint: Darf ich jetzt länger fahren?! Laut EU-Recht maximal 90 Stunden Lenkzeit in 2 Wochen und nach diesem...[mehr…]
  • 17.05.2012 | Transport + Logistik
    Nordeuropäische Transporteure fordern Aussetzung der Kabotage
    hans-ulrich Höfler meint: Als Betroffener kann ich dem nur beipflichten. Wer die Augen im Transportverkehr weit genug öfnnet,...[mehr…]

Frage der Woche

Jahresabo Premium

Jahresabo

Profitieren Sie ein Jahr lang von den Premium-Vorteilen der VerkehrsRundschau!


Mit hochwertiger Prämie! [Bestellen]

Aktuelle Stellenangebote

Weitere Stellenanzeigen buchen

Beliebteste Galerien

Mini-Abo Online

miniabo

Testen Sie jetzt VerkehrsRundschau Online vier Wochen lang für nur 19 €

[Bestellen]

Beliebteste Meldungen