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01.12.2014Transport + Logistik | Inland

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premiumHochmoselbrücke: Neue Zweifel am Untergrund

Nach einem Bericht im Nachrichtenmagazin „Spiegel” sind die Brückenpfeiler nicht ausreichend gesichert.
Hochmoselbrücke

Die Hochmoselbrücke, die sich aktuell im Bau befindet, sorgt wieder einmal für neuen Diskussionsstoff

Foto: Picutre Alliance/dpa/Thomas Frey

Bernkastel-Kues. Zur Standfestigkeit der in Bau befindlichen 158 Meter hohen Brücke über das Moseltal bei Bernkastel-Kues sind erneut „massive Zweifel“ aufgetaucht. Dies meldet das Magazin „Spiegel“ in seiner heutigen Ausgabe. Die Brückenpfeiler seien auf dem „instabilen Hang“ am Moselufer zwischen den Weindörfern Ürzig und Rachtig nicht ausreichend gesichert. Die Untersuchungen des Untergrunds seien „weder vollständig noch im Ergebnis nachvollziehbar“. Das Magazin beruft sich dabei auf den Aachener Ingenieursgeologen Rafig Azzam, der auch als Gutachter im Verfahren über den Einsturz des Kölner Stadtarchivs für die Staatsanwaltschaft tätig ist.

Nach Aussage Azzams seien, so der „Spiegel“ weiter, viele relevante Sicherheitsaspekte nicht oder zu wenig beachtet worden. Zu einem ähnlichen Urteil sei bereits im September der Geologe Jean-Frank Wagner von der Universität Trier gekommen, der den Hang als „rutschgefährdet“ bezeichnet habe. Die erneuten Zweifel seien Wasser auf die Mühlen der ortsansässigen Bürgerinitiative „Pro Mosel“, die das inzwischen etwa 456 Millionen Euro teure Projekt bekämpft.

Die bereits in den sechziger Jahren geplante Brücke gehört zu einem 25 Kilometer langen neuen Teilabschnitt der Bundesstraße 50. Er verbindet das Autobahnkreuz Wittlich in der Eifel mit dem Hunsrück, wo auch der Flughafen Hahn liegt. Ihr 2011 begonnener Bau gehört zu den Hinterlassenschaften des früheren rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck, ursprünglich sollte sie 375 Millionen Euro kosten und 2016 fertig sein, nach letztem Stand aber erst zwei Jahre später für den Verkehr freigegeben werden. Verantwortlich für dieses aktuell höchste europäische Brückenprojekt ist das Infrastrukturministerium in Mainz. Zu den neuen Zweifeln befragt gehe es laut „Spiegel“ davon aus, „dass der Hochmoselübergang dort sicher errichtet werden kann“. (cfd)

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