09.06.2009 | Transport + Logistik

Hermes will Nord Hub bei Hannover bauen

Hamburg. Die Hermes Logistik-Gruppe Deutschland (HLGD) wird ihr Hub-Netzwerk in Deutschland um eine weitere Säule ergänzen. „Wir planen den Bau eines Nord Hub im Großraum Hannover“, kündigte Hartmut Ilek, Vorsitzender der HLGD-Geschäftsführung, heute in Hamburg an. Es geht um eine Anlage im Wert von „30 bis 35 Millionen Euro“. Der neue Nord-Knoten soll für eine Paketleistung von rund 50 Millionen Sendungen im Jahr ausgelegt werden. „Bis zu 150 neue Jobs werden damit entstehen“, ergänze Ilek. Zum Vergleich: Vor wenigen Wochen wurde mit dem hessischen Standort Friedewald das neue Europa-Hub in Betrieb genommen, das für eine Kapazität von gut 60 Millionen Paketsendungen im Jahr konzipiert ist.

Auch für die Verwirklichung des künftigen Nord Hubs, das zum Januar 2011 in Betrieb gehen sollen, werde HLGD auf einen Logistikimmobilien-Investor zurückgreifen. Ilek: „Wir sind in der entsprechenden Findungsphase.“ Aktuell besteht das Konsolidierungs- und Verteiler-Netzwerk aus fünf Hubs, 60 Niederlassungen und 500 kleineren Depots. Ilek: „Es ist damit das größte Netzwerk in Deutschland und in Europa.“

Eine ganz entscheidende Stärke für den Götterboten-Dienstleister Hermes stellt die starke Flächenpräsenz dar. Dafür stünden die mittlerweile mehr als 14.000 Paketshops im gesamten Bundesgebiet, die neben den Sendungen für den nationalen Verkehr auch jene für den europaweiten Versand in 20 Ländern annehmen. Ilek stellte in dem Zusammenhang klar: „Wir planen nicht die Aufstellung von Paket-Annahme- und Ausgabe-Automaten. Wir setzen weiterhin auf Einrichtungen wie zum den Einzelhandel.“

Ilek kündigte an, dass die deutsche Hermes Landesgesellschaft in den kommenden Monaten die Zusammenarbeit „mit den Schwesterunternehmen in England, Österreich und Italien“ intensivieren wolle. Das Ziel sei, den „Anteil an den grenzüberschreitenden Paketmengenb auszubauen“. (eha)

 
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