08.07.2009 | Transport + Logistik

Handhelds verbessern Getränkeauslieferung

Willich. Der Systemlogistiker Getränke Essmann beschleunigt Vollgutauslieferungs- sowie Leergutrücknahmeprozesse bei seinen Kunden mit Handheld-Computern „Workabout Pro G2“ von Psion Teklogix. Diese sind über die mobile Geschäftsprozessplattform „Mobile ERP“ von Commsult mit dem SAP-System von Essmann verbunden, sodass alle Lieferdaten direkt per W-Lan auf die Mobilcomputer übertragen werden.

Auf diese Weise können die vom Kunden bestellten Vollgutlieferungen korrekt angeliefert und gleichzeitig alle aufzunehmenden Leergutpositionen verbucht sowie summiert werden. Gerade das Leergut ist eine besondere Herausforderung, da es aus über 3000 verschiedenen Getränkesorten in Ein- oder Mehrwegflaschen, Kästen oder Fässern bestehen kann, die jeweils unterschiedliche Pfandwerte und teilweise auch Mehrwertsteuersätze haben, heißt es in einer Mitteilung des Auto-ID-Anbieters Psion. Die Übergabe wird per Unterschrift des Fahrers sowie des Empfängers auf dem Display des Handheld-Computers quittiert und anschließend als Beleg auf einem mobilen Drucker ausgedruckt.

Die Handheld-Computer mit GPS-Modulen zur Aufzeichnung von Bewegungsmustern der Fahrzeuge ausgestattet. Die Analyse der Daten hilft dabei, Deckungsbeitrags- und Kundenergebnisrechnungen zu erstellen. Als Partner von Psion Teklogix hat Rodata die Hardware-Beratung und gesamte Vorkonfiguration der Geräte durchgeführt.

Vor der Einführung der Handheld-Computer wurden alle Auftragsdaten aus dem SAP-System ausgedruckt. Die Auslieferungen und Rücknahmen wurden manuell in den Papierlisten eingetragen und per Unterschrift quittiert. „Diese Vorgehensweise war zu arbeitsaufwendig, erklärt Ansgar Hemken, Gruppenleiter Logistikcontrolling und Projektleiter Bordcomputer bei Essmann.

Das im Workabout Pro G2 verbaute GPS-Modul unterstützt die Tourenplanung und -auswertung. Für die Analyse wird jede Fahrt auf einer digitalen Straßenkarte durch den Disponenten nachvollzogen und jede Standzeit länger als zehn Minuten ist zu erkennen. Darüber hinaus erfolgt eine automatische Zuordnung von Standzeiten zu bekannten Kundenstandorten. Durch die Auswertung der Be- und Entladeprozesse wird eine Verschlankung der Auslieferung und eine Optimierung der Tourenplanung ermöglicht. (sv)

 
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