29.04.2008 |

Hamburg: Kooperation mit Cuxhaven

Cuxhaven/Hamburg. Hamburg will mittelfristig enger mit Cuxhaven zusammenarbeiten. Das sieht ein Eckpunktepapier vor, das Vertreter beider Regionen heute in Cuxhaven vorgelegt haben. Denkbar sei es zum Beispiel, Kooperationsfelder zwischen den Häfen beider Städte zu entwickeln. Auch wenn noch keine konkreten Projekte vereinbart worden seien, signalisiere das Papier eine gewisse Handlungsbereitschaft, sagte der Vorsitzende des Cuxhavener Wirtschaftsrates, Johannes Höppner. Möglicherweise habe der Widerstand Cuxhavens gegen die Elbvertiefung den Kooperationswillen der Hamburger beflügelt.

Das Eckpunktpapier gehört zu den ersten Ergebnissen für Cuxhaven aus der vor drei Jahren per Verwaltungsabkommen besiegelten engen Zusammenarbeit in der sogenannten Metropolregion Cuxhaven. In dem Papier werden erste Handlungsfelder für eine künftige engere Kooperation beschrieben.

In der Hafenpolitik betonen beide Kommunen zwar die Grenzen, die einer Kooperation ihrer Häfen gesetzt sind. Als Anteilseigner am Cuxhavener Hafenunternehmen Cuxport besitze die Hamburger Hafen und Logistik AG HHLA dennoch Gestaltungsmöglichkeiten für eine engere Zusammenarbeit. Bislang hatten sich die Hamburger gegen eine Ausweitung des Containerumschlages in Cuxhaven ausgesprochen.

Denkbar ist es dem Eckpunktepapier zufolge, dass Hamburg Cuxhaven als Standort für maritim orientierte Unternehmen empfiehlt, die in der Hansestadt selbst keinen Platz finden. Ebenso sei es möglich, dass die beiden Kreuzfahrtterminals Cuxhaven und Hamburg mit einem gemeinsamen Messeauftritt für sich werben.

Weitere Gemeinsamkeiten beschreibt das Papier für die Entwicklung des weitgehend ungenutzten Frachtflughafens in Nordholz bei Cuxhaven sowie in der Verkehrspolitik. Eine Kooperation sei auch im Tourismus möglich.

Aus Hamburg waren Vertreter des Wirtschaftsressorts und der Senatskanzlei an der Entwicklung des Papiers beteiligt. Laut Höppner zeuge das Papier von einem Umdenken in der Hansestadt. Die Cuxhavener Häfen waren erst in den 90er Jahren aus der Hoheit Hamburgs entlassen worden. Seither hatte der Stadtstaat wenig Ambitionen für ein stärkeres Engagement an der Elbmündung entwickelt. (dpa)

 
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