Mittwoch, 28. Januar 2015
Logo druckbar

16.02.2009

email drucken

premiumHamburg empfängt Containerriesen „Marit Maersk“

Bislang längstes Containerschiff im „pottendichten Nebel“ erfolgreich im Hamburger Hafen abgefertigt
Marit Maersk
Die „Marit Maersk" misst 370 Meter Länge (Bild: Arndt)
Foto: Arndt
Hamburg. Feuertaufe bestanden. So ließe sich der erste – und auf absehbare Zeit auch einzige – Besuch des dänischen Containerfrachters „Marit Maersk'“ in Hamburg beschreiben. Mit rund 370 Metern Länge und knapp 43 Metern Breite war es das bislang längste Containerschiff, dass den Elbe-Hafen ansteuerte.

Es erreichte am Sonntagabend den Containerterminal von Eurogate, um über Nacht zu be- und entladen. Am frühen Montagmorgen hieß es dann wieder: „Alle Leinen los und ein.“ Die Ankunft des Schiffsriesen, der allerdings – nach offiziellen Zahlen - „nur“ gut 8000 TEU aufnimmt, verlangte nach einer intensiven Vorplanung. So wurde der Anlauf am Simulator von den Hamburger Hafenlotsen und dem nautischen Fachpersonal der Hamburg Port Authority ( HPA) vorbereitet.

Dass sich diese Arbeit gelohnt hatte, zeigte sich am Montagmorgen beim Ablegen. „Pottendicker Nebel“, so die zutreffende Umschreibung des morgigen Wetterzustandes durch Hafenkapitän Jörg Pollmann, machte das Ablegemanöver und das vorsichtige Einfädeln – über das Heck, also in „Rückwärtsfahrt“ – in den Elbe-Strom zu einem echten Nervenkitzel. Zeitweise war der Neben so stark, das die Sicht bei unter 150 Metern lag. Doch das Manöver klappte wie am Schnürchen, auch dank einer exzellenten, radargestützten Beratung des Marit Maersk-Kapitäns und des Lotsen. Für „alle Fälle“ hatte sich für das Ablegemanöver sogar Hafenkapitän Jörg Pollmann auf den dänischen Riesen eingeschifft.

Pollmann, seit 1994 Hafenkapitän, konnte wenige Stunden nach dem erfolgreichen Ablegen der Marit Maersk die neue Nautische Notzentrale der HPA im Beisein von Hafen- und Wirtschaftsenator Axel Gedaschko (CDU) einweihen. HPA-Geschäftsführer Jens Meier freute sich: „Mit der Inbetriebnahme der Nautischen Notzentrale wird die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs im Hamburger Hafen weiter erhöht.“ Rund zwei Millionen Euro steckte die HPA in die Einrichtung, die dann genutzt wird, wenn die eigentliche Nautische Zentrale einmal ausfallen sollte. Jährlich finden im Hamburger Hafen rund 40.000 Schiffsbewegungen statt. Hafenkapitän Jörg Pollmann ist sicher: „Wir können alle Schiffsgrößen im Hamburger Hafen abfertigen.“ (eha)
E-Mail an die Redaktion:  Zum Kontaktformular

"Emma Maersk" - der Containerriese

Aktuelle Magazin-Ausgabe

Kommentar verfassen

Regelmäßig werden online verfasste Kommentare in der VerkehrsRundschau veröffentlicht. Um sich für eine Veröffentlichung zu qualifizieren, geben Sie bitte Ihren vollen Namen und unter dem Kommentar Ihren Wohnort an. Herzlichen Dank!

 

Frage der Woche

Neueste Leserkommentare

  • 21.01.2015 | Transport + Logistik │ Ausland
    Tschechien will Mindestlohn-Frage klären
    Jürgen Auth meint: Macht doch nichts! Wenn der Mindestlohn des Heimatlandes gilt, dann fahren eben die Bulgaren in...[mehr…]
  • 21.01.2015 | Transport + Logistik | Inland
    Grüne gegen Elbeausbau
    Stefan Kunze meint: Von der Tatsache rückläufiger Schiffstransporte bei einer Wasserstraße, die trotz gegenteiliger...[mehr…]
  • 21.01.2015 | Vermischtes
    Die Verlage Holtzbrinck und Springer gründen Joint Venture
    Peter Müller meint: Viel Glück![mehr…]
  • 17.01.2015 | Lager + Umschlag
    WMF organisiert Lagerstandorte neu
    Jürgen Auth meint: Nur mal ´ne Frage: Die "bis zu" (!) hundert Leuten, die demnächst in Dornstadt arbeiten k...[mehr…]
  • 14.01.2015 | Vermischtes
    Am Rande: Polizei stoppt Autofahrer wegen Lichterkette um die Windschutzscheibe
    deka1803 meint: Der Fahrer bekam sichlich noch ein Bußgeld, weil die Hamster nicht angeschnallt waren.Gewisse...[mehr…]

Beliebteste Meldungen

Paletten Report

Lager-Angebote

Buchempfehlung

Buchempfehlung

Mit Sicherheit

Dieses Buch ist das erste seiner Art, denn es geht nun erstmals darum, die innerbetrieblichen Voraussetzungen für eine gute Ladungssicherung zu legen und Lösungen für typische Problemsituationen im Alltag von Unternehmern, Disponenten und Fuhrparkleitern zu finden.