08.03.2010 |

Hafen Nürnberg spürt Wirtschaftskrise

Nürnberg. Im Nürnberger Hafen hat sich im vergangenen Jahr die Wirtschaftskrise deutlich bemerkbar gemacht. Der Güterumschlag sank um elf Prozent auf knapp 12,6 Millionen Tonnen, wie Geschäftsführer Harald Leupold am Montag berichtete. Dabei schlug sich die Bahn gut, während es bei Lastwagen und Schiffen deutliche Rückgänge gab. Im laufenden Jahr erwartet der Hafen-Chef wieder einen Zuwachs.

Bei der Bahn hätten sich die hohen Investitionen der vergangenen Jahre ausgezahlt, betonte Leupold in einer Mitteilung. Insgesamt wurden 3,3 Millionen Tonnen Güter per Bahn umgeschlagen, das war ein Rückgang um nur gut drei Prozent. Dagegen verringerte sich der LKW-Umschlag um 13 Prozent auf 8,8 Millionen Tonnen. Dazu hätten aber auch Standortverlagerungen beigetragen. Per Schiff wurden 460.000 Tonnen bewegt, das waren 15 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Für 2010 erwartet Leupold beim LKW-Umschlag ein «organisches Wachstum» von drei bis fünf Prozent. Der Bahn-Umschlag werde dagegen sehr stark auf mehr als fünf Millionen Tonnen steigen, da kürzlich ein Terminal aus der Nürnberger Innenstadt an den Hafen verlagert wurde. Der Schiffsverkehr war in diesem Winter bisher durch Eis auf dem Main-Donau-Kanal eingeschränkt und begann entsprechend schwach. Beim Güterverkehrszentrum Bayernhafen Nürnberg sind rund 260 Unternehmen angesiedelt, die mehr als 5300 Arbeitsplätze bieten. (dpa)

 
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