Konstanza. Der rumänische Schwarzmeerhafen Konstanza hat im vergangenen Jahr mit 46 Millionen Tonnen zwar insgesamt 3,5 Prozent weniger Güter umgeschlagen. Bemerkenswert ist allerdings der massive Anstieg der Österreich-Tonnage. Beim traditionellen Konstanza-Hafentag in Österreich schwärmte Ambroziu Duma, Operations Manager des Hafens, von der glatten Verdoppelung des Güteraufkommens von und nach Österreich. Der Hafen zeigt in Österreich kräftig Flagge und arbeitet sehr stark mit dem Donauhafen Krems zusammen. Von den 1,5 Millionen Österreich-Tonnen entfielen 1,3 Millionen auf den maritimen Verkehr (+ 122 Prozent) und 210.000 Tonnen auf den Binnenschiffverkehr über die Donau (+ 38 Prozent). Konstanza wird nicht müde zu betonen, dass Cargo aus Fernost via Konstanza schneller im europäischen Hinterland sei als bei der klassischen Route der Schiffe um Europa zu den Nordhäfen. Allerdings: Es sind primär Massengüter wie Kohle und Koks, die via Konstanza umgeschlagen werden. Für Containertransporte in das Hinterland fehlen sowohl auf der Donau als auch auf der Schiene leistungsfähige Transportkonzepte. Die Donau sei – trotz aller ambitionierter Bemühungen – „für den Containerverkehr einfach noch nicht reif“, sagt Hubert Mierka, Geschäftsführer des Mierka Donauhafen Krems. Konstanza denkt in die Zukunft und will einen Terminal für den Umschlag von LNG (Flüssigerdgas) errichten. (mf)
Hafen Konstanza: Österreich-Fracht verdoppelt
Schwarzmeerhafen zieht immer mehr Fracht aus Österreich an und baut LNG-Terminal