Hafen Hamburg: Schwächen im China-Außenhandel schlagen bis an die Elbe durch

23.10.2008 14:23 Uhr
Arndt
Ein Drittel des Containerverkehrs im Hamburg entfällt auf den China-Handel (Bild: Arndt)
© Foto: Arndt

Forderung an den Senat: Unbedingt weiter in den Hafenausbau investieren

Hamburg. Der Hamburger Hafen bekommt die Veränderungen im chinesischen Außenhandel immer deutlicher zu spüren. Das stellt der Unternehmensverband Hafen Hamburg (UVHH) fest. So führten Veränderungen im chinesischen Zollrecht, gestiegene Löhne sowie eine im Vorfeld der in China ausgetragenen Olympiade dazu, dass das Wachstum des seewärtigen Außenhandels zurückging, berichtete UVHH-Präsident Klaus-Dieter Peters am Donnerstag auf der Mitgliederversammlung des Verbandes in der Elbestadt. Immerhin entfällt gut ein Drittel des Containerverkehrs in Hamburg auf den China-Handel. Doch auch die „weltweit nachlassende wirtschaftliche Dynamik“ hinterlasse Bremsspuren im Ergebnis des Gesamtumschlags des Hamburger Hafens. Dieser stieg in den ersten acht Monaten 2008 um gut zwei Prozent, nachdem es im Vorjahresvergleichszeitraum noch 5,2 Prozent waren. Beim Containerumschlag liegt der prozentuale Zuwachs im aktuellen Berichtszeitraum bei 1,4 Prozent. Peters forderte vom Hamburger Senat erneut, dass er den Ausbau des Hafens weiter vorantreibt. Denn der Erfolg des größten deutschen Universalhafens sei „kein Selbstläufer“. Er erinnerte daran, dass die Unternehmen auf einem hohen Niveau in den Ausbau ihrer Terminals und sonstigen Hafenanlagen investierten. 2008 dürften das gut 355 Millionen Euro werden – „eine Rekordsumme“, sagte Peters. (eha)

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