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Hafen Hamburg: Nordfrost baut neues Kühlzentrum

Hamburg. Unmittelbar vor der für diesen Mittwoch anberaumten Bekanntgabe der besten Konzeptvorschläge für die Ausgestaltung des künftigen Central Terminal Steinwerder (CTS) mit Mittleren Freihafen kann die Hamburg Port Authority (HPA) einen wichtigen Umsiedlungserfolg vermelden. Das zur Nordfrost GmbH & Co. KG, Schortens (Ostfriesland), gehörende Kühlhaus Steinwerder wird aufgegeben und einige Kilometer weiter westlich, im Hafenteil Dradenau, neu errichtet. 40 Millionen Euro will Nordfrost in den neuen Komplex mit seinen 46.000 Palettenstellplätzen investieren. Das alte Kühlhaus, das der Verwirklichung des Projektes CTS im Wege steht, hat 14.000 Stellplätze.

Mit dem neuen Kühl-Logistikzentrum Dradenau schließt Nordfrost zudem zwei weitere, im Hamburger Stadtgebiet angesiedelte Anlagen. Darüber hinaus werden am neuen Standort die zu Beginn dieses Jahres erworbenen Fachspeditionen W.Hermann & Co. (Heco) sowie die Hamburger Kühlgutspedition (HGK) und die Nahverkehrsspedition der Nordfrost in Hollenstadt (an der Autobahn A 1) in dem neuen Komplex zusammengeführt. Horst Bartels, Alleininhaber der Nordfrost-Gruppe, freut sich über die Standortveränderung. „Logistisch ist dies eine hervorragende Lage“, stellte er fest. So befindet sich das geplante Kühlzentrum in kurzer Entfernung zu den großen, im westlichen Hafenteil angesiedelten Container-Terminals. Zudem verläuft mit der Autobahn A 7 eine der wichtigsten deutschen Fernstraßen gewissermaßen vor der Haustür.

Das Grundstück, auf dem das neue Kühlzentrum entstehen soll, hat eine Größe von 6,5 Hektar. Mit den Bauarbeiten soll so schnell wie möglich begonnen werden. Zuvor müssen jedoch noch die Kampfmittelsondierungs-Tätigkeiten abgeschlossen werden. Der westliche Teil des Hamburger Hafens wurde im Zweiten Weltkrieg massiv bombardiert. Auch 2009 wurden in diesem Hafengebiet mehrere Sprengbomben entdeckt und unschädlich gemacht.

Nordfrost will in der neuen Anlage rund 150 Arbeitsplätze vorhalten. Das Unternehmen hat sich auf den Lebensmitteleinzelhandel sowie die Lebensmittelindustrie ausgerichtet. In Deutschland verfügt es über 33 Standorte. Dazu kommen drei weitere Filialen in den Niederlanden und Dänemark. Insgesamt disponiert das Unternehmen über 510.000 Palettenstellplätze. Der Mittelständler beschäftigt rund 1800 Mitarbeiter. Für das laufende Geschäftsjahr plant er einen Umsatz von 400 Millionen Euro (2009: 330 Millionen Euro).

Der Ansiedlungserfolg liegt auf der neuen Strategielinie der HPA. Sie will erreichen, dass Hamburg mittel- und langfristig als „industrieverbundener Universalhafen“ entwickelt wird. (eha)

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