24.06.2009 |

Hafen Hamburg: Kurzarbeiter-Welle erfasst jetzt auch die HHLA

Hamburg. Die anhaltende Flaute beim Containerumschlag im Hamburger Hafen zwingt jetzt auch die HHLA (Hamburger Hafen und Logistik AG) dazu, Plan B aus der Schublade zu holen: Kurzarbeit. In mehreren Teilschritten – abhängig von der jeweiligen Umschlagsituation – will die Nummer eins unter den Hamburger Hafen-Betrieben rund 2000 Mitarbeiter schicken. Dabei variiert der Anteil der Kurzarbeit an der Vollarbeitszeit von zehn bis zu 100 Prozent. Das bestätigte Heinz Brandt, Personalvorstand im HHLA-Konzern, jetzt in der Hansestadt. „Wir nutzen die Kurzarbeit, um die Arbeitsplätze unserer Mitarbeiter auch in der aktuellen Wirtschaftskrise zu sichern“, erklärte Brandt weiter. Die HHLA beschäftigt in Hamburg rund 3500 Mitarbeiter.

Die Kurzarbeit soll mit „gezielten Qualifizierungsmaßnahmen“ kombiniert werden. Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit in Hamburg wurden verschiedene Weiterbildungs-Konzepte entwickelt. Dazu gehört beispielsweise die Vollzeit-Weiterbildung zur „Fachkraft für Hafenlogistik“ oder zum „Fachwirt für Hafenwirtschaft, Transport und Verkehr“. An dem Koppel-Angebot - „Kurzarbeit plus längerfristige Weiterbildung“ - wollen sich nach ersten Befragungen bis zu 250 Beschäftigte beteiligen.

Für HHLA-Konzernbetriebsratsvorsitzender Arno Münster ist Belegschaft fest entschlossen, ihrem Unternnehmen in dem schwierigen Umfeld zu helfen. So hätten sich allen 150 Mitarbeiter des Container Terminal Burchardkai (CTB), dem mit Abstand größten Terminal der HHLA in Hamburg, dazu bereit erklärt, die Kurzarbeit für eine Weiterbildung zu nutzen.

Nach Erhebungen der Bundesagentur für Arbeit nutzten Ende Mai rund 1180 Betriebe in Hamburg das Instrument der Kurzarbeit. (eha)

 
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