10.03.2009 |
GSV drängt auf raschen Donauausbau
Wien. Der Ausbau der Donau zu einem leistungsfähigen Transportweg für den Güterverkehr müsse als Beitrag zu Konjunkturpaket und Infrastrukturoffensive sofort beginnen, um schrittweise Verbesserungen zu erzielen, fordert die Österreichische Gesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (GSV).
In einer Mitteilung warnen die GSV-Experten am Dienstag davor, den Donauausbau „mit halber Kraft voraus“ zu betreiben, da in der gegenwärtigen Wirtschaftslage auf Schiene und Straße die verfügbaren Frachtraumkapazitäten ohnedies nicht ausgeschöpft würden.
Derzeit ist geplant, die Donau östlich von Wien erst um das Jahr 2016 auszubauen. Bis dahin werde sich die Wirtschaft wieder erholt haben und das Transportaufkommen deutlich gestiegen sein, betonte GSV-Generalsekretär Peter Kudlicza in dem Schreiben.
Ein Großteil des Güteraustausches zwischen dem Fernen Osten und Mitteleuropa werde dann auf der Straße transportiert werden. Die GSV verwies darauf, dass der Ausbau der Donau in ihrer gesamten schiffbaren Länge rund 1,5 Milliarden Euro kosten würde, während die Sanierung der Bahninfrastruktur im parallelen Korridor IV mit etwa zehn Milliarden Euro veranschlagt werde.
Die Österreichische Bundesregierung möge deshalb, so Kudlicza, in Brüssel vorstellig werden, um Deutschland zur Beseitigung des größten Hindernisses für die Donauschifffahrt – den bayerischen Streckenabschnitt Straubing-Vilshofen – zu drängen. „Diese Engstelle ist kein deutsches, sondern ein europäisches Problem“, hieß es abschließend in der Mitteilung. (ag)
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