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17.08.2009

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premiumGrüne wollen Schiffsverkehr in Klimaschutz einbeziehen

Studie zur Seefahrt: Schiffe verursachen bis zu drei Prozent der weltweiten CO2-Emissionen
China Shipping Schiff
Die Seeschifffahrt verursacht 1,5 Mal so viel CO2 wie in ganz Afrika
Foto: Arndt
Berlin. Der Schiffsverkehr sollte nach Auffassung der Grünen in die laufenden internationalen Klimaschutz-Verhandlungen einbezogen werden. Wie der Flugverkehr, die Energiewirtschaft und sonstige energieintensive Industrien sollten von 2013 an auch die Kohlendioxid-Emissionen von Schiffen über den Handel mit CO2-Zertifikaten scharf begrenzt werden. Das forderten die verkehrspolitischen Grünen-Sprecher im Bundestag und Europaparlament, Winfried Hermann und Michael Cramer, bei Vorlage einer von den Grünen in Auftrag gegebenen Studie.

Danach sei der von der Schifffahrt verursachte Anteil der globalen CO2-Emissionen mit zwei bis drei Prozent deutlich höher als bisher angenommen, sagte Hermann. „Das entspricht dem 1,5-fachen des Kohlendioxid-Ausstoßes in ganz Afrika“, sagte Hermann. In den nächsten Jahren werde mit einer Verdoppelung gerechnet. Viele alte Schiffe benutzten die Ozeane wie eine Müllverbrennungsanlage. Noch fehlten jegliche Grenzwerte für den Ausstoß der Schadstoffe. Ein wichtiger Ansatzpunkt werde sein, die Geschwindigkeiten der Tanker zu verringern, womit die Reedereien auch eine Menge Sprit einsparten.

Cramer forderte Europa und Deutschland auf, bei den CO2-Emissionen von Schiffen weltweit voranzugehen. Anders seien die vielen Partnerländer nicht für die dringend nötige Einbeziehung des Schiffsverkehrs in den verpflichtenden Klimaschutz zu gewinnen. (dpa)
Mehr zum Thema: Seefracht, Seehafen, Klimaschutz

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