Athen. Lastwagenfahrer haben am Samstag in Griechenland Grenzübergänge und Häfen blockiert. Die Fernfahrer versperrten auch den wichtigsten Grenzübergang nach Bulgarien bei Promahon-Kulata. Es würden nur Autos und Busse, aber keine Lastwagen mehr durchgelassen, berichtete das Staatsfernsehen. Auch am Grenzübergang nach Mazedonien bei Evzoni-Bogorodica sowie die meisten Hafeneinfahrten von Patras und Korinth kam es zu Blockaden. Die griechischen Fernfahrer protestieren unter anderem gegen mangelnde Kontrollen in griechischen Häfen. Dadurch könnten sich Migranten in ihren Lastwagen verstecken, um so in andere EU-Länder zu gelangen. In den vergangenen Monaten waren zahlreiche Lastwagenfahrer wegen des illegalen Transports von Migranten angeklagt und zu Haftstrafen verurteilt worden. Die bulgarische Regierung protestierte gegen die neuen Blockaden, die für die bulgarische Wirtschaft Schäden in Millionenhöhe mit sich brächten. Wegen der Blockaden könnten die Fernfahrer aus Bulgarien die nordgriechische Hafenstadt Thessaloniki, wo viele bulgarische Waren umgeschlagen werden, nur noch über Umwege mit großem Zeitaufwand erreichen, berichtete das griechische Fernsehen. Anfang Februar hatten griechische Bauern für mehr als zehn Tage die Grenzübergänge nach Bulgarien blockiert. (dpa)
Griechische Fernfahrer blockieren Grenzübergange
Blockaden an den Hafeneinfahrten von Patras und Korinth