Frankfurt/Main. Der Vorstandsvorsitzender der Fraport AG Stefan Schulte meldete heute auf der Hauptversammlung einen Rückgang des Cargo-Aufkommens um 10,6 Prozent für das Jahr 2009. Seit Anfang des Jahres entwickle sich der Bereich jedoch mit einem Zuwachs um gut 30 Prozent positiv, sagte Schulte. Ein langer und intensiver Winter, der Pilotenstreik und zuletzt im April die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjalla hätten dies nicht verhindert.
Insgesamt sei im Geschäftsjahr 2009 der Umsatz um 6,1 Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro zurückgegangen. Ausschlaggebend hierfür seien unter anderem die Beteiligungsabgänge der Sicherheitstochter ICTS und des Flughafens Frankfurt-Hahn.
Das Ergebnis vor Steuern (Ebidta) ist um rund acht Prozent auf 553 Millionen Euro zurückgegangen. Die Flughafengesellschaft habe durch Anpassung von Personalkosten, Einsparung von Sachaufwendungen und Steuerung von Investitionen der Krise entgegenwirken können. Hierdurch seien 28 Millionen Euro eingespart worden. Das Konzernergebnis lag mit 157,3 Millionen um gut 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Die Zukunft liegt laut Schulte im externen Geschäft: An 13 Flughäfen sei Fraport mittlerweile als Betreiberfirma oder im Management präsent. Für das laufende Geschäftsjahr erwarte der Vorstandsvorsitzende einen Anstieg des Umsatzes dank Verkehrserholung und positiver Entwicklung der Konzernflughäfen. Das soll sich in einer Verbesserung des Ebidta um rund 80 Millionen auf 635 Millionen Euro niederschlagen. (ab)