Hamburg. Die Hamburger Flughafengesellschaft strebt eine partielle Zusammenarbeit beim Passagier- und Frachttransport mit dem künftigen Großflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) an. Dessen Eröffnung soll nach zahlreichen Verzögerungen und Gerichtsverfahren im Vorfeld der Baumaßnahmen jetzt 2011 erfolgen. „Speziell bei Langstreckenverkehren kann man gemeinsame Sache machen und beide Standorte kombinieren“, so Hamburgs Flughafenchef Michael Eggenschwiler gegenüber VerkehrsRundschau. Jede neue interkontinentale Verbindung sei mit hohen Anfangsinvestitionen für die betreffende Fluglinie verbunden. Um das finanzielle Risiko für die Airlines zu mindern, könnten Hamburg und Berlin ein Kombipaket offerieren. „An drei Wochentage, etwa montags, mittwochs und freitags, könnte die Airline in Berlin landen, an zwei oder drei weiteren Tagen in Hamburg“, lautet der Vorstoß des Managers. Damit würde sie zwei unterschiedliche Quellmärkte abdecken. Während Berlin primär touristischen Verkehr biete, sei Hamburg stark im Geschäftsreisesegment. Eggenschwiler schloss nicht aus, mit den BBI-Betreibern künftig gemeinsam an Fluglinien heranzutreten, um sie für beide Standorte zu akquirieren. Anlass der Aussage war die bevorstehende Hamburg Aviation Conference. Unter dem Motto „Kursänderung“ diskutieren in der Elbmetropole in den kommenden drei Tagen 250 Experten aus rund 20 Ländern über Handlungsansätze für Flughäfen, Airlines und Flugzeugherstellern, um aus der ökonomischen Krise gestärkt hervorzugehen. Die bereits seit 1997 jährlich stattfindende Hamburg Aviation Conference hat sich zum Trendsetter in der Luftfahrtindustrie entwickelt. (hs)
Flughafen Hamburg will mit Berlin kooperieren
Beide Standorte wollen vor allem bei Langstreckenflügen zusammenarbeiten