St. Petersburg. Finnland hat zum 15. Februar eine spezielle Straßenbenutzungsgebühr für russische Lastwagen mit über 38 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht eingeführt. Bis zu 42 Tonnen schwere Laster dürfen jetzt aus dem Nachbarland erst nach Bezahlung einer 180 Euro teuren Sondergenehmigung einfahren. Betroffen sind davon etwa zehn bis 15 Prozent der russischen Spediteure im Finnland-Verkehr. Das russische Verkehrsministerium und der Spediteursverband ASMAP wollen sich nun in Verhandlungen um eine Rücknahme der einseitigen Maßnahme einsetzen. In Russland gilt sie als Antwort auf eine angekündigte, aber bisher noch nicht umgesetzte Zollerhöhung auf russische Holzexporte. Die neue Gebühr stößt auch in der finnischen Logistikbranche nicht auf einhellige Zustimmung: Es wird befürchtet, dass deshalb für Russland bestimmte Güterströme die finnischen Transithäfen meiden werden. (ld)
Finnland kassiert russische LKW ab
Russisches Verkehrsministerium fordert Rücknahme der Maut