29.07.2009 | Transport + Logistik

Fedex baut seine Hybrid-Flotte aus

Frankfurt/Main. Der KEP-Dienst Fedex hat die Ergänzung seiner weltweiten Lieferflotte um 92 Hybrid-Elektro-Lastwagen angekündigt. Es sind nach Unternehmensangaben die ersten serienmäßigen Fedex-Lieferwagen, die zu Hybrid-Elektrofahrzeugen umgebaut wurden. Die Lieferwagen, die in den Vereinigten Staaten zum Einsatz kommen, erweitern die Flotte an Hybrid-Elektro-Lieferfahrzeugen um über 50 Prozent, von 172 auf 264 Fahrzeuge. Damit sieht sich Fedex als den Betreiber der größten Hybrid-Lieferflotte unter den schnellen Diensten. .

In Europa setzt Fedex zurzeit Hybrid-Elektrofahrzeuge in Italien ein. Zusätzlich hat das Unternehmen kürzlich zehn neue Elektro-Nutzfahrzeuge des Herstellers Modec für den Einsatz im Vereinigten Königreich eingeführt. Ebenfalls sind 38 Mercedes Sprinter-Fahrzeuge mit Flüssiggasantrieb im Großraum von London in Betrieb.

Die Hybrid-Elektro-Fahrzeugflotte hat seit ihrer Einführung im Jahr 2004 knapp 6,5 Millionen Kilometer zurückgelegt, wobei sie den Spritverbrauch um rund 568.000 Liter und den Kohlendioxid-Ausstoß um 1521 Tonnen gesenkt habe.

Die umgebauten Hybrid-Fahrzeuge wurden mit der Freightliner Custom Chassis Corporation (FCCC) und der Eaton Corporation entwickelt, die die hybrid-elektrischen Systeme stellten. Die im Umrüstungsprogramm verwendeten serienmäßigen Fedex-Lastwagen waren Modelle aus den Jahren 2000 und 2001 und hatten rund 500.000 bis 800.000 Kilometer zurückgelegt.

„Fedex und unsere Lieferanten haben gezeigt, dass umgerüstete Hybridfahrzeuge eine brauchbare, kostengünstigere Alternative zum Kauf neuer Hybridfahrzeuge darstellen. Nun brauchen wir Anreize von Regierungsseite, um der Zwickmühle ein Ende zu bereiten: Die Produktionsvolumina sind wegen der hohen Kosten gering, und die Kosten werden erst mit höheren Produktionsvolumina geringer“, sagt John Formisano, Vice President, Globale Fahrzeuge, Fedex Express.

Die umgerüsteten Hybrid-Lastwagen werden gegenüber den serienmäßigen Fedex Express Lieferwagen den Kraftstoffverbrauch voraussichtlich um 44 Prozent, den Feinstaub um 96 Prozent und die Smog verursachenden Stickoxid-(NOX)-Emissionen um 75 Prozent reduzieren.

Technische Daten der umgerüsteten Hybrid-Elektro-Fahrzeuge

Mit der Umrüstung der serienmäßigen Lieferfahrzeuge wurde der Antriebsstrang einschließlich Motor, Getriebe, Kraftstofftank und Antriebswelle durch einen 200 PS starken Cummins ISB-Motor von 2007 und eine Hybrid-Elektroanlage von Eaton ersetzt. Die Kosten wurden durch die Verwendung bereits vorhandener Teile, wie Fahrwerk und Karosserie, gesenkt. Die Fahrzeuge besitzen einen Dieselmotor in Verbindung mit einem Elektromotor/-generator und Lithium-Ionen-Batterien. Diese Batterien nehmen beim so genannten regenerativen Bremsen Energie auf und speichern diese, womit die Notwendigkeit des Anschlusses an eine Stromquelle entfällt. Der Hybrid-Regler wählt die effizienteste Betriebsart – ob Diesel oder elektrisch – je nach momentanem Betriebszustand und Bedarf des Fahrers. (sv/ag)

 
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