22.12.2011 | Transport + Logistik

Experte rät zur Verwaltung der Seehäfen durch die EU

Brüssel. Angesichts der wachsenden Bedeutung von Seehäfen für den Gütertransport in Europa hat der belgische Hafen-Experte Karel Vanroye zu einer zentralisierten Verwaltung der Seehäfen durch die EU geraten. Zurzeit würde jeder Hafen auf seinen eigenen Profit schauen, sagte Vanroye im Verkehrsausschuss des Europaparlaments. Dadurch würden Möglichkeiten der Zusammenarbeit vergeben, die zur besseren Abwicklung der Güterverladung führen könnten.

Vanroye stellte vor den Europaabgeordneten eine Studie vor, die den Einfluss von öffentlichen Beihilfen auf Seehäfen aufzeigen sollte. Ein klares Bild ergab sich dabei nur in dem Vergleich zwischen den Seehäfen in Nord- und Südeuropa. Eine Konkurrenz zwischen den beiden geographischen Gebieten liege nicht vor. Schiffe, die einen nordeuropäischen Seehafen ansteuern, würden nicht wegen anderer Bedingungen ins Mittelmeer fahren und umgekehrt. Öffentliche Gelder würden hier also keinen Vor- oder Nachteil für Häfen bedeuten.

Anders sieht es innerhalb der beiden geographischen Gebiete aus. Dabei reiche die Finanzierung der Hafeninfrastruktur durch die öffentliche Hand von null bis 100 Prozent. Vergleichende Strukturen seien nur schwer auszumachen, weil ganz unterschiedliche öffentliche Stellen Geld geben würden. Wenn die EU auf dem Gebiet der öffentlichen Beihilfen tätig werden wolle, solle sie diese unterschiedlichen Strukturen berücksichtigen, auch kleinere Häfen mit einem Umsatz von unter 40 Millionen Euro mit einbeziehen und genau definieren, was genau unter Infrastruktur bei Häfen verstanden werden soll.

Bei seinem Blick in die Zukunft stellte Vanroye dann seinen Vorschlag zur EU-Verwaltung der Seehäfen vor. Die Mitglieder des Verkehrsausschusses kommentierten diese Idee nicht. (kw) 

 
Anzeige
 

Weitere Informationen

Kommentar verfassen

Regelmäßig werden online verfasste Kommentare in der VerkehrsRundschau veröffentlicht. Um sich für eine Veröffentlichung zu qualifizieren, geben Sie bitte Ihren vollen Namen und unter dem Kommentar Ihren Wohnort an. Herzlichen Dank!

 

22.12.2011Artikelinformationen

Andre Kranke
Stellvertretender Chefredakteur› E-Mail an den Redakteur
Social Networking
Schlagworte
Bildnachweis
(Foto: Panthermedia/Thomas Lammeyer)

VerkehrsRundschau mobil

Gefahr/gut-Umfragegewinnspiel

Nehmen Sie jetzt an unserer kurzen Umfrage zur IMO Erklärung teil.

Sichern Sie sich einen von drei BestChoice-Einkaufsgutscheinen im Wert von 50,-€, einlösbar bei 200 Partnern in über 25.000 Filialen.

[Jetzt teilnehmen]

Beliebteste Meldungen

Beliebteste Galerien

Nachwuchsinitiative

Hallo Zukunft!

VerkehrsRundschau, Trucker und Gefahr/gut vermitteln zwischen Schülern, Lehrern und Unternehmen für eine Zukunft in der Logistik [Mehr Infos über Ausbildung in der Logistik]

Neueste Kommentare unserer Leser

  • 21.05.2012 | Transport + Logistik
    Nordeuropäische Transporteure fordern Aussetzung der Kabotage
    Glastaxi meint: Die dänischen Spediteure dürfen sich jetzt nicht aufregen, denen konnte es doch nicht wild und...[mehr…]
  • 19.05.2012 | Transport + Logistik
    Nordeuropäische Transporteure fordern Aussetzung der Kabotage
    Jürgen Auth meint: Es müsste folgende Bestimmung bei Kabotage eingeführt werden: Den Fahrern aus den Billiglohnländern...[mehr…]
  • 18.05.2012 | Transport + Logistik
    Gefährlicher Spatenstich für Bayerns Innenminister
    Deka 1803 meint: Was sagt uns dies: Von Dingen, von denen man keine Ahnung hat, sollte man tunlichst die Finger...[mehr…]
  • 18.05.2012 | Recht + Geld
    Bundesregierung plant Arbeitszeitgesetz für selbstständige Fahrer
    Thomas Flesch meint: Darf ich jetzt länger fahren?! Laut EU-Recht maximal 90 Stunden Lenkzeit in 2 Wochen und nach diesem...[mehr…]
  • 17.05.2012 | Transport + Logistik
    Nordeuropäische Transporteure fordern Aussetzung der Kabotage
    hans-ulrich Höfler meint: Als Betroffener kann ich dem nur beipflichten. Wer die Augen im Transportverkehr weit genug öfnnet,...[mehr…]

Twitter: vr_online

Der Twitter-Kanal der VerkehrsRundschau

vr_online auf Twitter abonnieren und unsere Redakteure halten Sie auf dem Laufenden - blitzschnell und kostenlos!
[Follow us!]

Fahrverbotskalender

Europäische Fahrverbote im Überblick

Unser Fahrverbotskalender gibt einen Überblick über die LKW-Fahrverbote in mehr als 25 europäischen Ländern. Der Kalender erscheint quartalsweise als Zugabe zur Printausgabe, er kann aber auch gesondert bezogen werden. Bestellen können Sie den Kalender außerhalb des Abos zum Preis von 9,80 Euro zzgl. Versand und Mehrwertsteuer unter 089/20 30 43 11 00 (Fax -2100) oder per Mail: vertriebsservice@springer.com.