EU beschäftigt sich mit RFID-Einsatz und Datenschutz
Wirtschaft & Logistik
EU-Kommission stellt Empfehlung zu Datenschutz bei RFID-Anwendungen vor
Köln. Die EU-Kommission hat am gestrigen Dienstag in Brüssel ihre Empfehlung zum Datenschutz bei RFID-Anwendungen (Radio Frequency Identification) vorgestellt. Inhaltlich fokussiert sich die Empfehlung nach Angaben der Standardisierungsorganisation GS1 Germany auf drei Punkte: Information und Transparenz zum Einsatz von RFID, Datenschutz- und Sicherheits-Beurteilungen und Deaktivierung im Handel.
Eine möglichst praxisnahe Umsetzung solle die Akzeptanz der RFID-Technologie vor allem bei kleinen und mittelständischen Unternehmen fördern. Gleichzeitig solle durch die Unternehmen Transparenz über die Technologie beim Verbraucher geschaffen werden, ohne den die flächendeckende Nutzung von RFID nicht möglich sei, so GS1 Germany in einer Pressemeldung. Das beinhalte die Möglichkeit für den Konsumenten, den Transponder im Einzelhandel deaktivieren zu lassen. Dabei sollen nur Einzelhändler zur Deaktivierung verpflichtet werden, die die RFID-Technologie tatsächlich einsetzen. Hinsichtlich der Umsetzung gebe es diesbezüglich allerdings noch offene Fragen, die es für eine praktikable Nutzung zu klären gelte.
„Die Empfehlung bringt Handel, Industrie und auch dem Verbraucher mehr Sicherheit im Umgang beziehungsweise in der Anwendung der Technologie“, sagte Jörg Pretzel, Geschäftsführer der Standardisierungsorganisation GS1 Germany. „Nachdem die notwendigen technischen Voraussetzungen für die Umsetzung geschaffen sind und die entsprechenden Standards vorliegen, ist es nun wichtig, die Verbreitung voranzutreiben. Dafür schafft die Empfehlung die notwendige Rechtssicherheit.“
GS1 und EPCglobal haben als Stakeholder an der zwei Jahre andauernden Erarbeitung der EU-Empfehlung aus dem Kommissariat für Informationsgesellschaft und Medien mitgewirkt und als Mitglied der EU RFID-Expertengruppe Sichtweisen, Erfahrungen und Empfehlungen der EPCglobal Anwender eingebracht.
Der vollständige Text der EU-Empfehlung kann unter http://ec.europa.eu/information_society/policy/rfid/documents/recommendationonrfid2009.pdf heruntergeladen werden. (pi)








