Brüssel. Die EU-Kommission hat den Wettbewerbsstreit mit europäischen Reedereien - darunter aus Deutschland - beigelegt. Eine entsprechende Untersuchung wurde eingestellt, teilte die oberste Wettbewerbsbehörde Europas am Freitag mit. Basis dafür sei eine Zusage der Anchor Steuerberatungsgesellschaft mbH aus Haren/Ems, die im Namen der Schifffahrtsunternehmen das Ende der kritisierten Praxis mitgeteilt habe. Die EU-Kommission hatte die Reedereien von Containerschiffen der verbotenen Absprache verdächtigt. Der Vorwurf lautete, dass Schiffseigner Frachter vorzeitig aus dem Dienst genommen hatten, um die Kapazitäten zu verringern und die Preise für den Containertransport nach oben zu treiben. Dabei handelte es sich um Feederschiffe, die als Verteiler in großen Häfen wie Hamburg oder Rotterdam arbeiten. Den Unternehmen drohten hohe Bußgelder aus Brüssel. Das Steuerberatungsunternehmen Anchor bedauerte in einer Mitteilung auf seiner Internetseite, dass die Idee einer solidarischen Finanzierung und Bezahlung von Aufliegekosten nicht in die Tat umgesetzt werden konnte. „Wir wünschen den Reedereien, dass Sie auch weiterhin diese Krise gut überstehen“, schrieb Anchor. (dpa)
EU-Kommission legt Kartellstreit mit Reedereien bei
Vorwurf der künstlichen Verknappung von Feederdiensten: EU-Behörde stellt nach Absprache die Untersuchung ein