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Neue Flieger gesucht: Emirates will seine Flugzeuge ünftig ohne Zwischenhalt bis zu 18 Stunden auf eine Strecke schicken

Luft- & Seefracht

Emirates fordert neuen Langstreckenjet von Boeing

Dubai. Die in Dubai beheimatete staatliche Fluglinie Emirates hat von Hersteller Boeing die Entwicklung eines Flugzeugs für extreme Reichweiten verlangt. Damit sollen Verbindungen wie Dubai-Los Angeles oder Dubai-Buenos Aires nonstop bedient werden können. Nach Aussage von Emirates-Chef Tim Clark erhebe seine Gesellschaft diese Forderung schon seit vier Jahren regelmäßig gegenüber dem US-Flugzeugbauer. „Aber bisher haben sie nur angedeutet, dass sie die Flügel der heutigen B777-200 LR (Long Range) vergrößern könnten, um mehr Reichweite zu erzielen“, so Clark. Er bewertete diese Option und die seiner Ansicht nach insgesamt sehr passive Haltung des Airbus-Konkurrenten in dieser Frage als „ziemlich enttäuschend“.

Anstatt ein seit Jahren gebautes Flugzeug wie die B777 weiter zu modifizieren, plädiert Clark für die Entwicklung eines komplett neuen Jets für extreme Langstrecken mit Flugzeiten bis zu 18 Stunden oder mehr ohne Tankstopps unterwegs. „Sie sind wohl noch zu sehr mit ihrem Dreamliner B787 beschäftigt und haben deshalb keine Kapazität für die Konzeption anderer Modelle“, mutmaßt der Emirates-Chef. Dies könnte sich ändern, wenn der Dreamliner endlich fliegt und die Auslieferung an die Kunden-Airlines beginnt. Nach mehrmaligen Terminverschiebungen soll dies laut Angabe Boeings im letzten Quartal 2010 geschehen. Ab dann wäre nach Ansicht Clarks Ingenieurkapazität für neue Flugzeugentwicklungen verfügbar.

Emirates hat ausschließlich Großflugzeuge im Einsatz, sowohl Passagier- als auch Frachterversionen, darunter 84 Boeing B777. Sie ist nach Air France/KLM damit weltweit der zweitgrößte Betreiber dieser Teilflotte. Weil die Vereinigten Arabischen Emirate als Heimatmarkt der Linie nur ein sehr begrenztes Fluggast- und Cargoaufkommen haben, setzt die Gesellschaft primär auf Umsteiger am Drehkreuz Dubai sowie auf Transitfracht. Um weiter zweistellige Zuwachsraten erzielen zu können, ist die Airline auf den kontinuierlichen Ausbau ihres Langstrecken-Netzwerks angewiesen. (hs)

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