Brüssel. Die EU-Verkehrsminister konnten sich auf das Gesetzespaket zum einheitlichen Europäischen Luftraum einigen. Da das Europäische Parlament dem Kompromiss ebenfalls zugestimmt hat, kann er schon in erster Lesung verabschiedet werden. Sein Herzstück ist die Verordnung zum „Single Sky“, womit die Luftraumzerstückelung durch 27 nationale Felder bis Ende 2012 beendet und auf neun länderübergreifende Luftraumblöcke reduziert werden soll. Zugleich wird der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) die Verantwortung für alle sicherheitsrelevanten Aspekte des Luftverkehrs übertragen. Gefördert wird die Einführung modernster Technik, in deren Zentrum das Flugverkehrsmanagement der neuen Generation Sesar steht. Zu seinen ehrgeizigen Umweltzielen gehört die Reduzierung der Treibhausgasemissionen um bis zu zehn Prozent je Flug. Die EU-Kommission schätzt ein, dass die Airlines durch alle Maßnahmen eine jährliche Kostenersparnis von vier Milliarden Euro erzielen könnten. Nicht zuletzt ist sie davon überzeugt, dass die durchschnittlich um rund 50 Kilometer zu langen Flugwege mit jährlichen Mehrkosten von 1,3 Milliarden Euro durch kürzeste Direktverbindungen gestrafft werden können. (dw)
Einheitlicher EU-Luftraum gesichert
Airlines sollen dadurch bis zu vier Milliarden Euro pro Jahr sparen können