08.10.2008 | Transport + Logistik

Deutsche Verbraucher sind gut über RFID informiert

Köln. Acht von zehn Verbrauchern in Deutschland würden mit RFID-Funkchips versehene Produkte kaufen. Besonders wichtig sind ihnen dabei zwei Aspekte: Mit der Funktechnologie erhalten sie mehr Informationen zum Produkt, und der Kassiervorgang wird deutlich beschleunigt, was dem Sicherheits- und dem Conviniencebedürfnis der Verbraucher entgegen kommt. Das geht aus einer aktuellen länderübergreifenden GfK-Studie im Auftrag von GS1 Germany hervor. Befragt wurden Konsumenten in Deutschland, England, Frankreich und den USA zu ihrer Einstellung und ihrem Wissensstand in puncto EPC/RFID.

Nur 26 Prozent der Deutschen geben an, die Technologie nicht zu kennen oder sich nicht dafür zu interessieren. Das sieht im internationalen Maßstab ganz anders aus. So haben sich 44 Prozent der US-Amerikaner, 58 Prozent der britischen Verbraucher und sogar 60 Prozent der Franzosen noch nicht mit RFID auseinandergesetzt. Die deutschen Konsumenten sind im Vergleich dazu nicht nur besonders gut informiert, sie haben auch genaue Vorstellungen davon, welche Vorteile die Technologie bietet. Der Einsatz der Technologie darf die Produkte nicht verteuern. Darüber hinaus steht auf der Wunschliste auch der Datenschutz – für 37 Prozent der Verbraucher in Deutschland ist die Sicherheit der Daten entscheidend.

„Die weitere Verbreitung der RFID-Technologie hängt ganz wesentlich von der Akzeptanz der Verbraucher ab“, sagt Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany. „Wir setzen uns gemeinsam mit Handel und Industrie für eine umfassende Aufklärung der Konsumenten ein. Dabei zeigen wir die Chancen der neuen Technologie auf, nehmen aber auch die Bedenken ernst und führen einen offenen Dialog mit allen Beteiligten aus Wirtschaft, Politik und Verbänden.“

Auf Initiative von GS1 Germany und der internationalen Organisation EPCglobal verpflichten sich bereits heute zahlreiche Unternehmen der deutschen Konsumgüterindustrie im Rahmen einer Selbstverpflichtungserklärung zu einem „transparenten und verantwortungsvollen Umgang mit der Funktechnologie“, so GS1. (ak)

Weitere Ergebnisse der Studie finden Sie unten als PDF-Download.

 
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