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Die Deutsche Post rutscht im 3. Quartal ins Minus und macht 83 Millionen Euro Verlust

Wirtschaft & Logistik

Deutsche Post rutscht ins Minus

Bonn. Das weltweite Geschäft der Deutschen Post leidet noch stark unter der Wirtschaftskrise und lässt das Unternehmen in die roten Zahlen rutschen. Dank des Sparkurses konnte der Bonner Konzern im dritten Quartal 2009 die Verluste aber begrenzen, die auch durch die Arcandor-Insolvenz mitverursacht wurden. Ein Trend setzte sich fort: Die Umsätze im Briefversand gehen stetig weiter zurück, auch weil mehr E-Mails geschrieben werden.

Trotz unter dem Strich roter Zahlen im dritten Quartal und einem deutlichen Einbruch des operativen Ergebnisses (Ebit) in den ersten neun Monaten sieht sich die Deutsche Post DHL auf einem guten Weg und will im Gesamtjahr wieder einen Nettogewinn einfahren. Im Vorjahr hatte der Konzern erstmals seit dem Börsengang 2000 einen Verlust von 1,69 Milliarden Euro verbucht.

Es gebe "noch keine Anzeichen einer umfassenden konjunkturellen Erholung", sagte Post-Vorstandschef Frank Appel heute in Bonn bei Vorlage der Quartalszahlen. "Weil unser Kostenmanagement Früchte trägt, behaupten wir uns erfolgreich in der Krise." Die Sparanstrengungen müssten aber weiter forciert werden.

Das Jahresziel für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wurde von bisher 1,2 auf mindestens 1,35 Milliarden Euro angehoben. "Die Ergebnisse des dritten Quartals und die erhöhte Prognose für das Gesamtjahr beweisen, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte Finanzvorstand Larry Rosen.

Die Konjunkturflaute machte sich für den global aufgestellten Konzern weiter deutlich bemerkbar: Der Umsatz fiel im dritten Quartal um 18,6 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro. Davon ist nach Angaben der Post eine Milliarde Euro allein durch den Ausstieg aus dem inneramerikanischen Expressgeschäft weggebrochen. Auch das Express-Geschäft insgesamt sowie die Luft- und Seefracht verzeichneten weiter starke Rückgänge. Die Minderung im Briefgeschäft war schwächer, der Umsatz lag um 3,9 Prozent unter dem Vorjahreswert, das operative Ergebnis war um 6,1 Prozent niedriger.

Einschließlich aller Sondereffekte sank das Ebit im dritten Quartal von 953 auf 231 Millionen Euro. Ausgewiesen wurde ein Nettoverlust von 83 Millionen Euro (2008: plus 879 Mio Euro). Neben der Belastung durch Arcandor und Aufwendungen für das umstrukturierte US-Expressgeschäft schlugen sich hier auch Folgebewertungen der Verkaufsoptionen auf Aktien der Postbank negativ nieder.

Ausfälle im Zuge der Insolvenz des Handelskonzerns Arcandor schlugen mit 146 Millionen Euro zu Buche. Ohne diese Ausfälle (nicht als Einmaleffekte ausgewiesen) wäre der Ebit-Vorjahreswert vor Einmaleffekten übertroffen worden. DHL hatte vor einigen Jahren einen Großteil des Logistikgeschäfts von Arcandor (damals Karstadt/Quelle) übernommen. Bisher summieren sich die Arcandor-Verluste für die Post auf 186 Millionen Euro. (dpa)

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KOMMENTARE ZUM ARTIKEL

12. November 2009 15:38
Traumtänzer meint:
Was erwartet man von [Appel]? Seine Kompetenz liegt in seinem Auftreten, nicht im Können noch in der Erfahrung. Vielleicht kommt man wieder in die Gewinnzone, wenn man sein Gehalt und das Honorar seiner unzähligen Mackie-Berater einspart.

Redaktion: Bitte achten Sie künftig auf die Netikette


06. November 2009 13:34
Politiker meint:
Warum fängt man nicht bei den Managergehälter und Boni an? Warum muß immer der sogenannte normale Mitarbeiter mit Einkommenskürzungen von 90% rechnen?

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