12.02.2007 |

Deutsche Luftfahrtindustrie will Schadstoffe reduzieren

Berlin. Die deutsche Luftfahrtindustrie will sich nach einem Medienbericht nicht länger dem Emissionshandel entziehen. Nach Informationen von sueddeutsche.de haben sich die Spitzen aller deutschen Luftverkehrs-Verbände und Unternehmen am vergangenen Freitag darauf geeinigt, ihre bisher ablehnende Haltung gegenüber dem Handel mit Luftverschmutzungsrechten aufzugeben, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“.

Hintergrund seien Forderungen der Europäischen Kommission und von Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD), die Luftfahrt in den bestehenden Emissionshandel einzubeziehen. In dem Papier, das sueddeutsche.de vorliegt, werde der Handel mit CO2-Zertifikaten „ausdrücklich begrüßt“. Im Vergleich zu Steuern oder Abgaben sei der Emissionshandel die ökologisch wirksamere und ökonomisch sinnvollere Maßnahme, um die klimaschädliche Wirkung des Luftverkehrs zu reduzieren.

Das Papier sei von den deutschen Flughafenfirmen, den in Deutschland tätigen Passagier- und Frachtfluglinien, dem Bundesverband der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie sowie der deutschen Tourismuswirtschaft erarbeitet worden. Nach dem Richtlinien-Entwurf der EU-Kommission soll der zulässige CO2-Ausstoß vom Jahr 2011 an für jede Fluglinie einzeln festgelegt werden. Wer mehr ausstößt, muss CO2-Zertifikate hinzukaufen. Wer weniger ausstößt, etwa dank besserer Triebwerke, kann mit dem Verkauf von nicht benötigten Zertifikaten Geld verdienen. (dpa)

 
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