Dänische Kosten für Fehmarnbelt-Querung steigen

02.06.2010 11:44 Uhr
Fehmarn-Querung
Die Kosten für die Fehmarnbelt-Querung steigen für die dänische Seite bereites vor dem ersten Spatenstich
© Foto: ddp/Femern A/S

Transportministerium Kopenhagen: Strenge Anforderungen deutscher Behörden lassen Kosten von Vorbereitungsarbeiten auf zwei Milliarden Euro steigen

Kopenhagen. Die geplante feste Ostseeverbindung mit Deutschland über den Fehmarnbelt wird für Dänemark schon teurer, ehe auch nur der erste Spatenstich getan ist. Wie das dänische Transportministerium am Mittwoch mitteilte, sind beim Finanzausschuss des Parlaments zwei Milliarden statt der vorgesehenen 1,4 Milliarden Kronen (270 statt 190 Millionen Euro) für Planungsaufgaben beantragt. Grund sind überraschend strenge Anforderungen deutscher Behörden für die Vorbereitungsarbeiten. Die Entscheidung soll an diesem Donnerstag fallen.

Das Ministerium teilte weiter mit, dass bisher als sicher geltende Fördergelder der EU über 900 Millionen Kronen (120 Millionen Euro) in Kopenhagen wieder fraglich sind. Wie es hieß, will die EU diesen Teil von insgesamt 2,5 Milliarden Kronen an Zuschüssen nicht auszahlen, weil noch keine konkreten Arbeiten ausgeführt worden sind.

Insgesamt sind für die 19 km lange Verbindung zwischen dem schleswig-holsteinischen Puttgarden und Rødby in Dänemark Baukosten zwischen 4,5 für eine Brücken- und 5,5 Milliarden Euro für eine Tunnellösung veranschlagt. Die dänische Regierung will die kompletten Kosten für den eigentlichen Brückenbau übernehmen. Die Fertigstellung ist für 2018 geplant. Ein Sprecher des Transportministeriums erklärte, dass sich die Gesamtbelastung durch die jetzt beantragten Zusatzmittel für die Planungsphase nach derzeitigem Stand nicht erhöhen werde.

Im deutschen Budget sind 800 Millionen Euro für die Anbindungsarbeiten an Land für den Straßen- und Bahnverkehr eingeplant. Der Bundesrechnungshof hatte im vergangenen Jahr erklärt, die Kosten für Deutschland könnten sich möglicherweise verdoppeln. Die Parlamente beider Länder haben bisher nur grünes Licht für die Planungsphase, nicht aber für den eigentlichen Bau gegeben. (dpa) 

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