Continental und United schachern um Preis

26.04.2010 16:03 Uhr
Continental Airlines
Bei der Fusion zwischen Continental Airlines und United Airlines geht es nun um den Preis. Geld soll nicht fließen, ausschließlich Anteilsscheine werden getauscht
© Foto: Continental Airlines

Bei der Fusion zwischen Continental und United Airlines soll kein Geld fließen / Streit um Kurs, mit dem Aktien jeweils angesetzt werden sollen

New York. Die beiden US-Fluggesellschaften Continental und United Airlines sind bei ihren Fusionsverhandlungen am kritischen Punkt angekommen: dem Preis. Die beiden Konzerne streiten darüber, zu welchem Kurs ihre Aktien jeweils angesetzt werden. Bei dem Geschäft soll kein Geld fließen; stattdessen sollen Anteilsscheine den Besitzer wechseln. Die United-Aktien hatten sich nach Bekanntwerden von Übernahmegesprächen mit US Airways Anfang des Monats bereits kräftig verteuert; Continental stieg erst später in den Fusionspoker ein und drängte US Airways hinaus. Wenn sich die beiden Fluggesellschaften nicht einig werden, drohen die Verhandlungen wie bereits 2008 zu platzen. Alle anderen wichtigen Punkte sind nach US-Medienberichten vom Montag bereits geklärt. Bei einem erfolgreichen Zusammenschluss entstünde die weltgrößte Fluggesellschaft. Delta Air Lines verlöre den Spitzenplatz. Die Führung der neuen Fluglinie soll nach den Medienberichten Continental-Chef Jeff Smisek übernehmen, United-Chef Glenn Tilton würde dem Verwaltungsrat vorstehen. Sitz würde Chicago, wo United residiert. Der Mutterkonzern UAL ist an der Börse knapp 3,9 Milliarden Dollar wert, Continental kommt auf fast 3,1 Milliarden Dollar. In der krisengeplagten Branche herrschen Sparzwänge und ein starker Konsolidierungsdruck. In der Wirtschaftskrise waren die Fluggäste ausgeblieben, nun lasten die steigenden Treibstoffpreise auf den Gesellschaften. Die meisten Airlines schreiben Verluste, zuletzt auch Continental und United. (dpa)

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