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Conti-Holding

Ein Produktentanker von Conti

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Conti-Gruppe: Bulker sollen künftig die eigene Flotte bereichern

Hamburg. Das Münchener Reederei- und Schiffsemissionshaus Conti-Holding vollzieht einen Kurswechsel: Nachdem das 1970 gegründete Unternehmen in den zurückliegenden Jahrzehnten den Geschäftsschwerpunkt in der Containerschifffahrt gesetzt hatte, will sich das Unternehmen mit seinen Platzierungsaktivitäten künftig verstärkt dem Massengutschiff zuwenden. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag in Hamburg vor Journalisten mit. Zu diesem Zweck lässt Conti derzeit in China 34 Bulker bauen. „Wir haben die Bestellungen schon in den Jahren 2007 und 2008 abgegeben. Die Schiffe werden auf acht unterschiedlichen Werften bis 2012 gebaut“, teilte das für Neubauprojekte zuständige Geschäftsleitungsmitglied Josef Obermeier ergänzend mit. Das Gesamtinvestment habe einen Umfang von rund 1,6 Milliarden US-Dollar (1,08 Milliarden Euro).

Das Gesamtpaket beinhaltet 34 Frachter unterschiedlichen Leistungsklassen bis hin zu einer Tragfähigkeit (tdw) von 92.500 tdw als den dann größten Einheiten. Das Gros der Bestellung entfällt aber auf Massengutfrachter mit bis zu 57.000 tdw. Bereits im November diesen Jahres werde das erste Schiff im Markt platziert. Für alle Schiffe sei die Finanzierung gesichert. Zudem seien für alle 34 Neubauten bereits Charterer gefunden worden, so dass das Gesamtvorhaben auf eine soliden Grundlage stehe. Der Bulkermarkt, mit dem sich Conti bereits in der Anfangszeit beschäftigt hatte, verspreche mittel- und langfristig eine gute Beschäftigung. Auch deshalb, weil die Massengutflotte stark überaltert sei, so dass viele Schiffe zu ersetzen sind.

In der aktuellen Flotte zählt das Unternehmen jetzt 89 Frachter, wobei die Masse auf Containerschiffe entfällt. „Die Containerschifffahrt bleibt ungeachtet unserer Bulker-Bestellung auch weiterhin unser Kerngeschäft“, betonte Geschäftsleitungsmitglied Wolfgang Menzl. Neben Containercarriern fahren auch einige Tanker in der Flotte.

Hinter dem Unternehmen liegt, trotz der nicht einfachen Rahmenbedingungen, ein erfolgreiches Jahr 2008. Die Tilgungen konnten planmäßig geleistet werden. Zudem gelang es, vier weitere Schiffe tilgungsfrei zu bekommen. Damit sind jetzt gut 45 Prozent der Flotte schuldenfrei. An die Anleger konnten rund 160 Millionen Euro ausgeschüttet werden. Für 2010 rechnet das Unternehmen mit einer langsamen Belebung des Marktes für kleine und mittelgroße Containerschiffe, einem Segment, in dem Conti mit einer Reihe von Schiffen vertreten ist. (eha)

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