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19.06.2013Transport + Logistik | Inland

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premiumContainer-Frachter MOL Comfort im Indischen Ozean havariert

Das erst fünf Jahre alte Containerschiff MOL Comfort der japanischen Reederei Mitsui O.S.K. Lines (MOL) ist am Montag auf der Fahrt von Singapur nach Jeddah auseinandergebrochen.
APL Poland

Das Bild zeigt das baugleiche Schwesterschiff APL Poland

Foto: Wikimedia Commons/Roy van Wijk

Hamburg. Das erst fünf Jahre alte Container-Schiff MOL Comfort der japanischen Reederei Mitsui O.S.K. Lines (MOL) geriet am Montag, 17. Juni, auf der Fahrt von Singapur nach Jeddah (Saudi-Arabien) nach Mitteilung der Reederei im Indischen Ozean in schweres Wetter. Es erlitt größere Schäden am Schiffsrumpf, was erheblichen Wassereinbruch zur Folge gehabt habe, so MOL weiter. Die 26köpfige Besatzung habe das Schiff aufgegeben und wurde von einem Containerfrachter der Hamburger Reederei Hapag Lloyd gerettet.

Ergänzende Quellen berichten, das mit 7041 TEU (Standardcontainer) fast voll beladene, 316 Meter lange und 86.292 Bruttoregistertonnen große Schiff unter der Flagge Bahamas habe sich am Montag ungefähr 430 Seemeilen (knapp 700 Kilometer) südöstlich Salalah (Oman) befunden, als es bei fünf bis sechs Meter hohen Wellen einen Notruf absetzt habe, „das Schiff breche auseinander“. Die Besatzung aus elf Russen, einem Ukrainer und 14 Philipinos konnte vor dem Bruch noch in die Rettungsboote flüchten; der Hamburger Containerfrachter „Yantian Express“ von Hapag-Lloyd traf als erstes Schiff bei dem Havaristen ein und rettete die Seeleute. Die zwei Teile der MOL Comfort sind mittlerweile etliche Kilometer auseinandergedriftet; nur wenige Container seien ins Wasser gefallen, auch seien keine Ölflecke sichtbar.

Über die Ursachen der Havarie herrscht noch weitgehende Unklarheit. Da es in dem dicht befahrenen Seegebiet keinen Zusammenstoß gegeben hat, könne nur ein schwerwiegender Strukturfehler der Schiffskonstruktion sein, der dem breitseitigen Aufprallen der schweren Brecher nicht standhalten konnte. Das Schiff war 2008 von der Mitsubishi Werft in Nagasaki (Japan) gebaut worden und fährt unter der IMO-Nummer 9358761 seit gut einem Jahr unter MOL-Befehl. Nicht auszuschließen wäre auch eine falsche Verteilung der Containerladung, also eine unsachgemäße Trimmung. Die indische Küstenwache teilte Dienstag früh um 7 Uhr (Ortszeit) mit, dass sie mit Hilfe zweier Hochseeschlepper die beiden - schwimmfähigen - Schiffshälften einfangen und abschleppen wolle. (cfd)

Mehr zum Thema: Seefracht & Häfen

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