BWVL-Präsident warnt vor Investitionsstau

20.04.2010 11:17 Uhr
Herbert Götz BWVL
Herbert Götz, Präsident des Bundesverbandes Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL)
© Foto: Dietmar Winkler

Eröffnung des 15. Tags des Transportlogistik: Herbert Götz fordert von Verkehrspolitikern zukunftsweisende Rahmenbedingung / Kooperationspreis Transport und Logistik verliehen

Berlin. Herbert Götz, Präsident des Bundesverbandes Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL) hat im Rahmen der Eröffnung zum 15. Tag der Transportlogistik in Berlin die deutsche und europäische Verkehrspolitik aufgefordert für ein deutliches Plus an zukunftsweisenden Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Handeln Sorge zu tragen. Nur so sei es vor dem Hintergrund der verhaltend positiven Konjunktursignale für die Transportlogistik möglich, ihre Innovationskraft im vollen Umfang für die Bewältigung des langfristigen Aufgabenspektrums einzusetzen. Hierzu gehöre an erster Stelle, dem schleichenden Investitionsstau für die Straßeninfrastruktur der nächsten Jahre Einhalt zu gebieten. Götz appellierte an Verkehrsminister Ramsauer den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und ideologiefrei allen Verteuerungen und Verlagerungen des Güterverkehrs eine endgültige Absage zu erteilen. Er begrüßte in diesem Zusammenhang die deutlich gestiegene Dialogbereitschaft der Verantwortlichen im Verkehrsministerium: Man spreche in Berlin schon über die richtigen Themen. Götz mahnte aber gleichzeitig die jetzt fällige, schnelle Konkretisierung von Entscheidungen an. Ganz oben auf der Agenda stehe hier die zügige Überarbeitung des Masterplans Logistik. Auch den Ankündigungen eines Probebetriebs für innovative Lkw-Konzepte müssten nun Taten folgen. Die mittelständisch ausgerichtete Straßengüterverkehrswirtschaft benötige in vielerlei Hinsicht vor allem Investitionssicherheit, um aus dem weltweiten Wettbewerb der Logistikstandorte deutlich gestärkt hervorzugehen. Der BWVL-Präsident rief die Branche auch zu mehr Geschlossenheit und Verantwortung auf. Gerade die Wirtschaftskrise habe gelehrt, dass Kooperation und das gegenseitige Verständnis der Probleme des Marktpartners mit ein Schlüssel sei, um den eigenen Unternehmenserfolg nachhaltig sicher zu stellen. (red)

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